Notfälle
Suche nach Zehnjähriger geht mit Befragungen weiter

Seit vier Tagen ist ein Mädchen aus Menden im Sauerland verschwunden. Am Dienstag geht die Suche der Polizei weiter - allerdings ohne Hubschrauber und Drohnen. Die Wahrscheinlichkeit sinkt, die Zehnjährige lebend zu finden.

Dienstag, 04.02.2020, 09:09 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 09:22 Uhr
Die Blaulichter sind auf den Dächern von Polizeifahrzeugen zu sehen.
Die Blaulichter sind auf den Dächern von Polizeifahrzeugen zu sehen. Foto: Carsten Rehder

Menden (dpa) - Die Polizei sucht weiter nach der vermissten Zehnjährigen aus Menden im Sauerland - am Dienstag allerdings ohne große Suchtrupps. Stattdessen sollen in der Innenstadt Mitarbeiter von Geschäften befragt werden, nachdem in den vergangenen Tagen eine vierstellige Zahl an Fahndungsplakaten, Flugblättern und weiteren Fotos von dem Kind verteilt wurden, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Es bleibe nichts anderes übrig als abzuwarten. «Mittlerweile gibt es in Menden wohl kaum einen Quadratmeter im Umfeld, der nicht gründlich abgesucht wurde», sagte der Sprecher. Wenn das Mädchen in den Fluss Hönne gefallen sein sollte, habe er wenig Hoffnung, dass sie noch lebe. Ebenso sei es aufgrund der Temperaturen, wenn sie draußen sei.

Das Mädchen war auch in der Nacht auf Dienstag nicht gefunden worden, hieß es von der Polizei am frühen Dienstagmorgen. Die Behörde hatte in der Nacht mit den normal besetzten Streifendiensten weitergesucht.

Drei Tage nach dem Verschwinden fehlt von dem Kind trotz einer großangelegten Suchaktion jede Spur. Am Montag hatte die Polizei unter anderem einen Hubschrauber und eine Drohne eingesetzt. Auch Spürhunde kamen zum Einsatz. Zudem sind seit Samstag Polizei, Feuerwehr und freiwillige Helfer zu Hunderten unterwegs.

Es sei zu befürchten, dass das Mädchen am Samstag in die Hönne gefallen sei, die unmittelbar an dem Haus der Familie entlang fließe, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Zeugenhinweise, nach denen Passanten etwas im Fluss entdeckt hatten, hätten sich als Fehlalarm herausgestellt, so die Polizei am Dienstag. Das seien lediglich ein Schlafsack und eine Warnweste gewesen.

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