Justiz
Nach Brand bei Thyssenkrupp: Deutsche Manager müssen in Haft

Hamm (dpa/lnw) - Rund 12 Jahre nach einem Brand in einem Werk von Thyssenkrupp in Turin mit sieben Toten müssen zwei ehemaliger Manager des Unternehmens in Deutschland in Haft. Das Oberlandesgericht Hamm hat Beschwerden von den in Italien Verurteilten verworfen, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Die beiden Deutschen, darunter der ehemalige Italien-Chef von Thyssenkrupp, müssen jetzt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Brandstiftung für fünf Jahre ins Gefängnis (Az.: III - 2 Ws 37/19 und III-2 Ws 45/19).

Dienstag, 04.02.2020, 13:05 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 13:12 Uhr
Eine goldfarbene Justitia-Figur.
Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen

In Italien waren die Manager 2016 zu 9 Jahren und 8 Monaten beziehungsweise 6 Jahren und 10 Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Essen hatte die Haftstrafen zwar für vollstreckbar erklärt, aber die Höhe auf deutsches Recht angepasst. In Deutschland gilt ein Höchstmaß für diese Tatvorwürfe von fünf Jahren.

Das Feuer und eine Explosion ereigneten sich in dem Werk in Turin am 6. Dezember 2007. Sieben Männer waren gestorben. Die Anklage hatte dem Unternehmen «bewusste Fahrlässigkeit» und fehlende Investitionen in den Brandschutz vorgeworfen. Neben den beiden Deutschen wurden vier italienische Thyssenkrupp-Manager verurteilt.

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