Wohnen
SPD: «Desaströse» Wohnungsbaupolitik der Landesregierung

Wie war in NRW die Wohnraumförderung im vergangenen Jahr? Das will die Bauministerin nun berichten. Kritik kommt von der SPD.

Donnerstag, 06.02.2020, 05:50 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 06:02 Uhr
Jochen Ott (SPD) spricht während einer Debatte im Landtag.
Jochen Ott (SPD) spricht während einer Debatte im Landtag. Foto: Guido Kirchner

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) eine «desaströse» Wohnungsbaupolitik vorgeworfen. «Ministerin Scharrenbach schaut der sich ständig verschärfenden Wohnungsnot in den Städten weitgehend tatenlos zu», sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott, der Deutschen Presse-Agentur.

Scharrenbach will am Donnerstag (12.30 Uhr) die Ergebnisse der Wohnraumförderung 2019 vorstellen. Im Jahr 2018 war die Zahl der neu gebauten Sozialwohnungen um fast 15 Prozent auf 6159 gesunken. Nach WDR-Informationen gab es 2019 einen weiteren Rückgang um 10 Prozent.

Auch Hilfsorganisationen forderten die Landesregierung zu einem starken Engagement gegen Wohnungsnot auf. «Der Wohnungsmarkt ist dicht - es gibt für Randgruppen keinen bezahlbaren Wohnraum mehr», teilte das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe mit. In Düsseldorf etwa sei die Vermittlungsquote von geflüchteten und wohnungslosen Menschen seit 2017 um über 50 Prozent zurückgegangen. Mit dem Rückgang der Sozialwohnungen habe die Zahl der Wohnungslosen in den vergangenen Jahren massiv zugenommen, sagte Werena Rosenke von der Wohnungslosenhilfe.

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