Regierung
CDU-Landesgruppenchef nicht für Neuwahl von Parteispitze

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Chef der nordrhein-westfälischen CDU-Landesgruppe im Bundestag, Günter Krings, hat nach dem angekündigten Rückzug von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer von einer vorzeitigen Neuwahl abgeraten. «Bei der Suche nach dem nächsten CDU-Chef sollten wir uns nicht treiben lassen», sagte er der «Rheinischen Post» (Mittwoch).

Mittwoch, 12.02.2020, 05:57 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 06:03 Uhr
Günter Krings (CDU).
Günter Krings (CDU). Foto: Uli Deck

«Wenn der Neue frühzeitig feststeht, entsteht der nächste Druck, wie er mit der Kanzlerin kooperiert, weil die ja für volle vier Jahre gewählt wurde», sagte Krings , der auch Staatssekretär im Bundesinnenministerium ist. Von der CDU erwarte man verantwortliches Handeln auch in einer personellen Neuaufstellung. «Dazu würde es nicht passen, auf vorzeitige Neuwahlen hinzuarbeiten.»

Kramp-Karrenbauer hatte am Montag ihren Verzicht auf eine Kanzlerkandidatur erklärt und angekündigt, auch den CDU-Vorsitz abgeben zu wollen. Sie will aber am vereinbarten Fahrplan festhalten: Der sieht eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur erst im Dezember vor.

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