Wetter
Winter gibt Gastspiel im Bergland: Schneefallgrenze sinkt

In der Nacht zu Mittwoch bremsten Schnee und Glatteis den Verkehr im Siegerland. Dort und in anderen Höhenlagen wird am Donnerstag noch mehr Schnee erwartet. Doch der Winter schaut allenfalls kurz vorbei.

Mittwoch, 12.02.2020, 15:30 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 15:43 Uhr
Lastwagen stehen auf der gesperrten Autobahn 45.
Lastwagen stehen auf der gesperrten Autobahn 45. Foto: Markus Klümper

Siegen/Essen (dpa/lnw) - In den höheren Lagen von Nordrhein-Westfalen müssen sich die Menschen am Donnerstag erneut auf Schneeschauer einstellen. Oberhalb von 400 Metern werden mehrere Zentimeter Neuschnee erwartet, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) voraussagte. Bereits in der Nacht zu Mittwoch hatten plötzliche Glätte und Schneefälle Autofahrern auf der A45 bei Siegen zu schaffen gemacht.

Dort musste mitten in der Nacht ein rund 18 Kilometer langer Abschnitt gesperrt werden, nachdem sich Lastwagen festgefahren hatten, wie die Polizei mitteilte. Zudem sei es zu mehreren Unfällen mit Blechschäden gekommen. Viele Autofahrer mussten deshalb für Stunden im Stau ausharren. Gegen 2.40 Uhr waren laut Polizei alle Spuren in beiden Richtungen wieder frei.

Ab Donnerstagmorgen ziehe von Westen her ein neues Niederschlagsgebiet durch, das in den höheren Lagen von Eifel, Bergischem Land, Sauer- und Siegerland als Schnee herabkomme, sagte Daniel Tüns , Meteorologe vom Dienst beim DWD. Auch im Flachland könne die ein oder andere Flocke fallen.

Richtung Wochenende steigen die Temperaturen allerdings wieder: «Das sind dann keine winterlichen Verhältnisse mehr», sagte Tüns. Am Sonntag werden 14 bis 17 Grad Celsius erwartet. «Das ist fast schon frühlingshaft. Allerdings legt der Wind auch wieder eine Schüppe drauf», sagte Tüns. Dann sei wieder mit Sturmböen zu rechnen.

Auch im Nahverkehr ging im Siegerland am Dienstagabend nichts mehr. Wegen der plötzlichen Glätte stellten die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) den Verkehr komplett ein. «Anhaltende Schneefälle sorgen seit zwei Stunden für eisglatte Straßen», teilte das Unternehmen am auf seiner Internetseite mit. Auf allen Linien sei der Betrieb eingestellt worden.

Frostige Temperaturen und Graupelschauer ließen den Arbeitsweg auch für Autofahrer in anderen Teilen von NRW zur Rutschpartie werden. Vor allem oberhalb von 200 bis 400 Metern gab es nach DWD-Angaben glatte Straßen und Neuschnee.

So vermeldete der Kreis Minden-Lübbecke sechs Unfälle auf glatten Straßen - meist nur Blechschäden. In Stemwede prallte allerdings eine Fahrerin mit ihrem Auto vor einen Baum und kam verletzt in ein Krankenhaus.

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