Wetter-Prognose
Nach „Sabine“ kommt mildere Sturmausgabe „Victoria“

Münster/Köln -

Wind, Regen und auch die Temperatur werden an diesem Wochenende mancherorts das Mittelmaß übersteigen. Zum Glück: Sturm „Victoria“ wird keine zweite „Sabine“, sondern ein bis zwei Windstärken schwächer.

Freitag, 14.02.2020, 18:22 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 19:29 Uhr
Wetter-Prognose : Nach „Sabine“ kommt mildere Sturmausgabe „Victoria“
„Sabines“ Stippvisite in Nordrhein-Westfalen ist nur wenige Tage her, schon bahnt sich das nächste Unwetter an. Es wird aber wohl schwächer ausfallen, als "Sabine". (Symbolbild) Foto: dpa

Auf Orkan „Sabine“ folgt der etwas schwächere Sturm „Victoria“: Nordrhein-Westfalen steht an diesem Wochenende wieder reichlich Wind ins Haus. „Ein für die Jahreszeit "normaler" Sturm, der nicht übertrieben, aber auch nicht verharmlost werden sollte“, twitterte der Deutsche Wetterdienst am Freitag. Zugleich wird es ungewöhnlich warm - bis zu 18 Grad am Sonntag.

NRW-Kommunen sind wegen „Victoria“ schon wieder in Habacht-Stellung: So mahnt etwa die Stadt Köln zur Vorsicht beim Aufenthalt im Freien. Bäume könnten kippen, Äste aus den Kronen brechen. Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen sollten möglichst gemieden werden. Vorsichtshalber hält die Forstverwaltung am Sonntag den Forstbotanischen Garten und einen Tierpark geschlossen. Die Schließung weiterer öffentlicher Park- und Freizeitanlagen sei möglich. Dies gelte auch für Sportanlagen, teilte die Stadt weiter mit.

Orkantief "Sabine" im Münsterland

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  • In einer Bauerschaft in Gronau stürzte am Sonntagnachmittag ein Baum auf die Straße. Die Feuerwehr Gronau rückte zu ihrem ersten Einsatz aus.

    Foto: Feuerwehr
  • Kurzfristig wurde am Sonntagnachmittag der beliebte Flohmarkt auf der Zeche Westfalen in Ahlen abgesagt.  

    Foto: Ulrich Gösmann
  • In Gronau waren am Sonntagnachmittag Feuerwehr und THW im Einsatz, weil der Sturm Teile eines Flachdachs am Schäferweg umklappte. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • Am Hauptbahnhof in Münster bildeten sich lange Warteschlangen vor dem Reisezentrum. Für wartende Reisende wurde außerdem ein Hotelzug aufgestellt. 

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Münsteranerinnen und Münsteraner wurden am dringend aufgefordert, die Promenade zu meiden. Teilbereiche wurden schon am Sonntag von der Polizei gesperrt. 

    Foto: diverse
  • Wegen umgestürzter Bäume war die Königsstraße in Greven von Sonntagabend an vollständig gesperrt, meldet die Feuerwehr. 

    Foto: Feuerwehr Greven
  • In Heek riss Sturmtief "Sabine" am Sonntagabend Teile des Giebels eines Wohnhauses an der Ludgeristraße weg. Die Bewohner des Hauses wurden evakuiert.

    Foto: THW Ahaus
  • Am Montagmorgen musste die Feuerwehr in Gronau erneut ausrücken, weil am Wackengoorweg eine Baumkrone über der Fahrbahn hing. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • Am Zwinger in Münster musste am Montagmorgen ein Baum gefällt werden. 

    Foto: Martin Kalitschke
  • Auch das Albertus-Magnus-Familienwohnheim für Studierende am Horstmarer Landweg in Münster erlitt Sturmschäden. 

    Foto: Feuerwehr Münster
  • Zwischen Sonntagnachmittag und Montagvormittag gab es im Dorffeld in Vorhelm wegen umgestürzter Bäume kein Durchkommen mehr.

    Foto: Christian Wolff
  • In Heek musste das Haus, das am Sonntagabend durch den Sturm beschädigt wurde, komplett abgerissen werden. 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • An dem beschädigten Haus in Heek war die Gefahr herabfallender Mauerteile zu hoch, weshalb das Gebäude abgerissen werden musste. 

    Foto: Bernd Schäfer
  • In dem Haus lebte eine siebenköpfige Familie, die am Sonntag evakuiert wurde. Für sie wird nun eine neue dauerhafte Unterkunft gesucht. 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Die Feuerwehr Lengerich vermeldet 15 Einsätze am Sonntag. Sturmtief „Sabine" sorgte für umgestürzte Bäume, einen vollgelaufenen Keller - und ein umgestürztes Dixi-Klo. 

    Foto: Paul Meyer zu Brickwedde
  • Auch in Drensteinfurt musste die Feuerwehr Sturmschäden beseitigen. 

    Foto: Feuerwehr Drensteinfurt
  • In allen drei Ortsteilen Drensteinfurts mussten Feuerwehrleute insgesamt 19 Mal ausrücken. 

    Foto: Feuerwehr Drensteinfurt
  • Wegen des Sturms mussten Reisende teilweise unfreiwillig eine Nacht in Münster verbringen. 

    Foto: Björn Meyer

Wälder möglichst meiden

In Bonn bleibt am Sonntag das Umweltbildungszentrum „Haus der Natur“ geschlossen. Wie immer gelte, dass man bei Stürmen nicht in den Wald gehen sollte, warnte auch Michael Blaschke von Wald und Holz NRW in Münster. Der Deutsche Wetterdienst rechnet ab Samstagmittag mit starken Böen, die in der Nacht Sturmstärke erreichen können. Am Sonntag sind in herausgehobenen Lagen sogar schwere Sturmböen mit Windstärke 10 möglich.

In der Nacht zum Montag soll der Wind dann nachlassen. Montags sind in der Nordhälfte des Landes erneut stürmische Böen möglich. Vor allem am Sonntag kann es viel regnen. So rechnen die Experten in Bielefeld mit 17 Litern, in Essen mit 15 und in Düsseldorf mit 12 Litern pro Quadratmeter. Nach milden bis zu 14 Grad am Samstag sind am Sonntag sogar ungewöhnlich milde 18 Grad drin.

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