Unternehmen
Fischer sagt wegen Coronavirus Teilnahme an Messe in Köln ab

Waldachtal/Köln (dpa/lnw) - Das Befestigungstechnik-Unternehmen Fischer aus dem Schwarzwald sagt wegen des Coronavirus seine Teilnahme an der Internationalen Eisenwarenmesse in Köln Anfang März ab. Die Messe sei für die Unternehmensgruppe eine sehr wichtige Plattform, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Noch wichtiger als wirtschaftliche Interessen sei aber die Gesundheit der eigenen Belegschaft und der Geschäftspartner, betonte das Unternehmen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen könne das Risiko für die Gesundheit der Messebesucher nicht eindeutig eingeschätzt werden, eine Ansteckung mit dem Virus sei nicht grundsätzlich auszuschließen. Nach Messe-Angaben werden mehr als 2800 Aussteller aus etwa 55 Ländern in Köln erwartet.

Donnerstag, 20.02.2020, 11:15 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 11:22 Uhr

Fischer hat zudem Reisen seiner Mitarbeiter aus und nach China eingeschränkt. Beschäftigte aus China reisen nicht mehr an andere Standorte außerhalb des Landes, Mitarbeiter aus anderen Ländern reisen bis auf Weiteres nicht nach China.

Vor Fischer hatten bereits der Werkzeughersteller Gedore und einige weitere Aussteller ihre Teilnahme abgesagt. Es seien aber bislang nur einige wenige, betonte ein Sprecher der Kölner Messe. «Die Entscheidung, die Messe durchzuführen, steht.» Man halte sich an die Vorgaben der Behörden und mache alles, «was irgendwie sinnvoll ist». So würden etwa Sanitäranlagen noch häufiger gereinigt, zusätzliche Desinfektionsmittel bereitgestellt, Ärzte und Rettungsassistenten seien auf Verdachtsfälle vorbereitet.

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