Behinderte
Behindertenbeauftragte hat im Monat 100 Fälle auf dem Tisch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Zur Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen im September plant die Behinderten- und Patientenbeauftragte der Landesregierung Angebote für Menschen mit Behinderung. Es gehe dabei auch um die Barrierefreiheit der Wahllokale. Oder darum zu erklären, was ein Bürgermeister, der Landrat oder ein Kreistag mache, sagte Claudia Middendorf am Dienstag in Düsseldorf.

Dienstag, 25.02.2020, 13:32 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 13:42 Uhr

In einer Halbzeitbilanz sagte Middendorf , die seit Oktober 2017 im Amt ist, eines ihrer zentralen Ziele sei der Ausbau der Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Aufgabe sei auch, auf Patientenrechte sowie auf Gesetze hinzuweisen. Die Behinderten- und Patientenbeauftragte bekommt nach eigenen Angaben etwa hundert Fälle pro Monat auf den Tisch. Etwa 70 Prozent befassten sich mit Fragen von Patienten, bei 30 Prozent geht es um Menschen mit Beeinträchtigungen.

Middendorf sagte, auch behindertengerechte Zugänge in Krankenhäusern und Arztpraxen seien ein Thema. Unter anderem sei in Nordrhein-Westfalen eine finanzielle Unterstützung möglich für barrierefreie Änderungen in neuen Arztpraxen. Dies könne die Höhe des Tresens, über den ein Rollstuhlfahrer gucken kann, oder den Fahrstuhl betreffen. «Ich erlebe schon, dass es vielfach eine Veränderung gibt», sagte die Patientenbeauftragte. Sie machte deutlich, dass weitere Verbesserungen möglich seien.

Von Bedeutung sei auch die Kommunikation des Pflegepersonals mit Behinderten, sagte sie. Es sei wichtig, dass dies Teil der Ausbildung werde.

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