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Merz schließt Wechsel ins Kabinett als CDU-Chef aus

Berlin (dpa) - Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat einen Wechsel ins Kabinett im Falle seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden ausgeschlossen. Auf die Frage, ob ein CDU-Chef im Kabinett sein sollte, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag): «Das würde ich für mich im Falle meiner Wahl zum Vorsitzenden ausschließen.» Bereits einen Tag nach der Ankündigung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Merz, in eine Kampfabstimmung über die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zu gehen, positionierten sich die Lager der Kandidaten.

Mittwoch, 26.02.2020, 18:24 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 18:32 Uhr
Friedrich Merz (CDU).
Friedrich Merz (CDU). Foto: Kay Nietfeld

So will der Kreisvorstand der CDU Hochsauerland Merz nominieren und der Kreisverband Aachen am 9. März den nordrhein-westfälischen CDU-Chef Laschet . Mit der Nominierung werden die formellen Voraussetzungen für die jeweilige Kandidatur geschaffen. Der Kreisverband Rhein-Sieg des dritten aussichtsreichen Kandidaten, Norbert Röttgen, hat sich noch nicht festgelegt. Die Entscheidung steht auf einem Sonderparteitag am 25. April in Berlin an.

Merz stellte in dem Funke-Interview klar, es habe kein ernsthaftes Angebot für ein Ministeramt im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgelegen. Auf die Frage, ob Kramp-Karrenbauer ihm für eine Teamlösung einen Ministerposten angeboten hatte, antwortete Merz: «Ämter in der Bundesregierung können nur von der Bundeskanzlerin angeboten werden. Ein solches Angebot gab es nicht.»

Laschet sagte der «Bild»-Zeitung (Donnerstag): «Es stand nicht zur Debatte, dass Friedrich Merz Minister im Kabinett Merkel wird. Er hat ja gesagt, er will nicht, insofern hat sich die Frage erledigt.» Zugleich betonte er: «Ich will immer, dass eine Person wie Friedrich Merz, der so viele Menschen begeistert, im Bild der CDU stattfindet.» Deshalb sei er der Auffassung gewesen, dass Merz zum Team gehören sollte.

Kramp-Karrenbauer hatte nach dpa-Informationen am Montagmorgen vor den CDU-Gremiensitzungen versucht, Merz doch noch für eine «Formationslösung» zu gewinnen. AKK soll Merz demnach mit der Frage angerufen haben, ob es sich lohne, mit ihm über einen Wechsel ins Kabinett Merkel zu reden. Dieser habe geantwortet, vor einem Jahr hätte er darüber nachgedacht. Nun sei es dafür zu spät.

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