Prozesse
Giftcocktail an Ehemann verabreicht: Urteil erwartet

Die Liebesaffäre ihres Mannes treibt eine Ehefrau zu drastischen Maßnahmen: Sie mixt ihm einen Giftcocktail in den Saft - und wird wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Im Berufungsprozess geht es nun um die Frage, ob die Frau ihren Mann sogar töten wollte.

Montag, 02.03.2020, 02:38 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 05:04 Uhr
Paragrafen-Symbole an den Türgriffen am Eingang zum Landgericht Bonn.
Paragrafen-Symbole an den Türgriffen am Eingang zum Landgericht Bonn. Foto: Oliver Berg

Bonn (dpa/lnw) - Sie hatte ihrem Ehemann einen heftigen Medikamenten-Cocktail in den Saft gemischt: Heute will das Bonner Landgericht in dem Berufungsprozess das Urteil gegen die Angeklagte sprechen. Das Amtsgericht Waldbröl hatte die Arzthelferin im Oktober 2018 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Ihr 54 Jahre alter Ehemann ging dagegen in Berufung. Er ist davon überzeugt, dass seine Frau ihn mit dem Saftcocktail töten wollte, um ihn für eine Liebesaffäre abzustrafen.

Die Angeklagte beteuerte dagegen, sie habe ihren Mann auf keinen Fall töten wollen. Es sei ihr nur darum gegangen, ihn eine Zeit lang ruhig zu stellen. Sie sei durch den permanenten SMS-Kontakt, den er auch noch Zuhause mit seiner Freundin geführt habe, genervt gewesen.

Das Ehepaar war durch Auftritte in «Goodbye Deutschland» (Vox) und «Stern TV» bekannt geworden. Seit 2018 sind die beiden geschieden und haben neue Lebenspartner.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7305160?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Nachrichten-Ticker