NRW-Landesregierung stockt medizinische Ausrüstung auf
„Finanzielle Einbußen für alle“

Düsseldorf -

Zur Abwehr der Corona-Pandemie müssen die Menschen in Nordrhein-Westfalen mit weiteren Einschränkungen leben. Dabei gehe es insbesondere darum, die Verbreitung zu verlangsamen und so besonders ältere Menschen zu schützen, betonte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Montag, 16.03.2020, 20:32 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 21:04 Uhr
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Schulministerin Yvonne Gebauer und Vizeministerpräsident Jochen Stamp
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Schulministerin Yvonne Gebauer und Vizeministerpräsident Jochen Stamp Foto: imago

Senioren schützen: Unter den rund 18 Millionen Einwohnern seien 1,2 Millionen 80 Jahre und älter, weitere 3,6 Millionen zwischen 65 und 79 Jahre alt – sie gehören zu den besonders gefährdeten Menschen, betonte Laumann . „Wenn wir aber ein Problem kriegen, bekommen wir es bei den Beatmungsplätzen“, sagte Laumann. 4223 dauerhafte Beatmungsmöglichkeiten gebe es derzeit im Land, weitere 1144 könnten genutzt werden, wenn planbare Operationen zurückgefahren werden. Die sehr gute Ausstattung in NRW reiche aber nur aus, wenn die Menschen die harten Einschränkungen akzeptierten, sagte Laumann.

  • Senioren schützen: Unter den rund 18 Millionen Einwohnern seien 1,2 Millionen 80 Jahre und älter, weitere 3,6 Millionen zwischen 65 und 79 Jahre alt – sie gehören zu den besonders gefährdeten Menschen, betonte Laumann. „Wenn wir aber ein Problem kriegen, bekommen wir es bei den Beatmungsplätzen“, sagte Laumann. 4223 dauerhafte Beatmungsmöglichkeiten gebe es derzeit im Land, weitere 1144 könnten genutzt werden, wenn planbare Operationen zurückgefahren werden. Die sehr gute Ausstattung in NRW reiche aber nur aus, wenn die Menschen die harten Einschränkungen akzeptierten, sagte Laumann.
  • Schutzkleidung: Die ersten 20 000 Atemschutzmasken für Krankenhäuser und Arztpraxen sind geliefert, weitere 280 000 sollen in Kürze kommen, berichtete der Minister. Weitere 700 000 sollen folgen. Insgesamt sei die Versorgung mit medizinischem Material gesichert.
  • Schul- und Kitaschließung: Eltern müssten ihre Kinder unbedingt zu Hause betreuen und sollten auf selbst organisierte Betreuungsgruppen verzichten, mahnten Schulministerin Yvonne Gebauer und Familienminister Joachim Stamp. Nur so werde das Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus abzubremsen, erreicht. Wie viele Kinder in einer Notbetreuung Platz finden, weil ihre Eltern eine unverzichtbare Funktion ausüben, soll Mittwoch klar sein. Für alle anderen bringe die Lage Einschnitte: „Es wird für alle finanzielle Einschränkungen geben, das ist mit dieser Krise verbunden“, sagte Gebauer.
  • Zuhause lernen: Die Schulen sollen über Apps oder E-Mails Lernstoff bereitstellen. „Dieser Stoff ist nicht prüfungsrelevant“, sagte Gebauer. Ihr Haus erstelle eine Liste mit nutzbaren Apps. Sie hoffe, dass Eltern und Schüler das freiwillige Angebot nutzen.
  • Spielplätze: An diesem Thema lässt sich ablesen, wie schnell Beschlüsse überholt sein können. Gesundheitsminister Laumann hatte mittags abgelehnt, sie zu sperren, weil das für kleine Kinder nicht zumutbar sei. Am Nachmittag beschlossen Bund und Länder dann doch, Spielplätze zu sperren.
  • Grenzschließung: Die Grenzen zwischen NRW und Belgien sowie den Niederlanden sollen nach Auskunft von Vize-Ministerpräsident Stamp geöffnet bleiben. Anders als im Süden sei es hier nicht zu Hamsterkäufen aus Nachbarländern gekommen.
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