Prozesse
Gruppenvergewaltigung im Hofgarten: Kein Urteil

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Prozess um die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer Wuppertalerin im Düsseldorfer Hofgarten muss das für diesen Freitag erwartete Urteil vertagt werden. Als neuer Termin für die Plädoyers und das Urteil sei nun der 16. April vorgesehen, sagte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Der Vertreter der Jugendgerichtshilfe war nicht erschienen. Entgegen erster Angaben aus Justizkreisen konnten doch alle als Zeugen geladenen Polizisten aussagen.

Freitag, 03.04.2020, 13:48 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 14:02 Uhr

In dem Prozess sind vier Jugendliche angeklagt, die im Sommer 2019 in unterschiedlicher Beteiligung eine 51-jährige Wuppertalerin in dem Park in eine Falle gelockt, sie ausgeraubt und vergewaltigt haben sollen. Der Prozess gegen drei 16- bis 18-jährige männliche Jugendliche und ein 15-jähriges Mädchen ist nicht öffentlich.

Ein sogenanntes Rechtsgespräch war gescheitert, weil das Gericht signalisiert hatte, dass in diesem Fall Bewährungsstrafen für die Hauptbeschuldigten nicht ausreichend seien, wenn sich die Vorwürfe bestätigten.

Von zwei der Verdächtigen waren nach der Tat DNA-Spuren sichergestellt worden. Das Opfer hatte im vergangenen Juni nachts wegen Unwohlsein eine Altstadt-Disco verlassen, als es vermutlich von einem damals 14-jährigen Mädchen angesprochen worden war.

Diese habe der Frau ihre Hilfe angeboten und sie in den nahen Hofgarten geführt. Dort soll die Frau vergewaltigt und ausgeraubt worden sein. Das Opfer hatte nach der mutmaßlichen Tat in einem Hotel am Rande des Parks Hilfe gefunden.

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