Einzelhandel
Karstadt Kaufhof will zunächst ohne Staatskredite auskommen

Essen (dpa) - Der neue Generalbevollmächtigte von Galeria Karstadt Kaufhof, Arndt Geiwitz, will bei der Rettung des letzten großen deutschen Warenhauskonzerns vorerst ohne staatliche Hilfskredite auskommen. «Wir werden zunächst keine Mittel aus den nun mithilfe der KfW-Bank bereitgestellten Töpfen in Anspruch nehmen», sagte er der «Lebensmittel Zeitung».

Freitag, 03.04.2020, 16:36 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 16:42 Uhr
Passanten laufen vor dem geschlossenen Eingang eines Kaufhauses der Warenhauskette Karstadt entlang.
Passanten laufen vor dem geschlossenen Eingang eines Kaufhauses der Warenhauskette Karstadt entlang. Foto: Axel Heimken

Der Eigentümer von Galeria Karstadt Kaufhof , René Benko , hatte in dieser Woche zur Unterstützung des Unternehmens noch einmal weitere 140 Millionen Euro überwiesen. Wie lange das Geld reicht, hänge davon ab, wann und in welchem Umfang die Kaufhäuser wieder öffnen dürfen, sagte Geiwitz am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das Unternehmen habe kaum Bankschulden und das Geschäftsmodell stimme.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte am Mittwoch Rettung in einem Schutzschirmverfahren gesucht. Es bewahrt in die Krise geratene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger, ohne dass die Betriebe bereits Insolvenz anmelden müssen. Die Geschäftsführung kann das Unternehmen weiter verantwortlich lenken und selbstständig sanieren.

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