Gesundheit
Nach Corona: Städtetag drängt auf Rückkehr zu Normalität

Köln (dpa/lnw) - Die großen Städte Nordrhein-Westfalens wollen frühzeitig an der Erarbeitung von Konzepten zum Ausstieg aus den Corona-Schutzmaßnahmen beteiligt werden. Es werde wichtiger, die Frage zu beantworten, wie lange Kontaktsperren oder Schul- und Geschäftsschließungen zum Schutz vor der Pandemie noch anhalten müssten, sagte Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen, der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Städte beschäftigen sich mit Ausstiegskonzepten, sagte Dedy und betonte: «Wir brauchen Vorlaufzeit.». Der Städtetag NRW vertritt 40 Städte mit insgesamt rund neun Millionen Einwohnern.

Samstag, 11.04.2020, 10:03 Uhr aktualisiert: 11.04.2020, 10:12 Uhr
Helmut Dedy blickt in die Kamera.
Helmut Dedy blickt in die Kamera. Foto: Guido Kirchner

Die NRW-Städte forderten eine stufenweise Rückkehr zur Normalität, sagte Dedy . «Wir werden sicherlich in vier oder sechs Wochen nicht schon wieder so leben wie Anfang des Jahres.» Aus Sicht der Städte müsse es zwingend bundeseinheitliche Regelungen geben. Bund und Länder sollten sich in der nächsten Woche bei ihren Beratungen auf ein bundesweites Stufenkonzept einigen, appellierte der kommunale Spitzenverband.

Die Städte müssten frühzeitig wissen, wann Schulen und Kitas für welche Gruppen wieder öffnen sollten. Es gelte Schülerbeförderung, Mensen und Verpflegung zu organisieren. Auch müsse in den Schulen der Infektionsschutz eingehalten werden können. «Bindet uns so rechtzeitig ein, dass wir Schulen und Kitas angemessen vorbereiten können», laute der Appell an das Land. Bereits jetzt würden in Schulen Grundreinigungen vorgenommen.

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