Gesundheit
Appell wegen Corona-Pandemie: Keine Tagesausflüge an Ostern

Die Corona-Lage verlangt den Menschen über Ostern viel ab: So verlockend es auch ist, sie sollten keine großen Ausflüge machen. Viele attraktive Ziele sind zudem gesperrt.

Samstag, 11.04.2020, 10:41 Uhr aktualisiert: 11.04.2020, 10:52 Uhr
Ein Paar fährt mit einem Tandem einen Hügel hinauf.
Ein Paar fährt mit einem Tandem einen Hügel hinauf. Foto: Julian Stratenschulte

Düsseldorf (dpa/lnw) - Sonne satt, die meisten Menschen zu Hause und viele wollen raus: Landesregierung, Polizei und Verwaltungen haben an die Menschen appelliert, an Ostern auf Tagesausflüge zu verzichten. Wenn zu viele Menschen die beliebten Ziele anfahren, werde es einfach zu eng und ein Ausweichen sei nicht möglich, stellte etwa der Nationalpark Eifel fest. Wegen des befürchteten Gedränges sind in der Eifel auch die Wiesen gesperrt, auf denen zur Zeit die wilde Narzisse blüht und die normalerweise Besucher in Scharen anlocken.

In der Befürchtung, dass trotz der Appelle in der Corona-Krise viele kommen, schickt die Nationalparkverwaltung Samstag und Sonntag alle verfügbaren Ranger an erfahrungsgemäß beliebte Ziele. Ein Wanderweg wird mit Hilfe von Straßenschildern sogar zum Einbahnweg.

Nach leidiger Erfahrung mit Motorradgruppen am vorherigen Wochenende ist in Xanten der Bauhof in Bereitschaft, um notfalls Biker-Treffpunkte abzusperren. Bürgermeister Thomas Goertz ( CDU ) bat die Motorradfahrer, zu Hause zu bleiben: «Was ist dagegen einzuwenden, wenn ein Oberhausener in Oberhausen fährt?»

Am Möhnesee im Sauerland sind mittlerweile viele Anziehungspunkte gesperrt, darunter die Staumauer und der Möhnesee-Turm. Auch ausgesuchte Parkplätze sind zu, wie die Leiterin der Möhnesee-Touristik Alexandra Teicher mitteilte. «Es ist unfassbar, wie viele Leute aus dem Ruhrgebiet kommen.» Kolonnen von Autos und Motorradfahrern mit auswärtigen Kennzeichen seien am letzten Wochenende unterwegs gewesen. Im benachbarten Warstein ist der Skywalk nicht mehr zu begehen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) rief die Bevölkerung auf, die Kontaktbeschränkungen vor allem zu Großeltern einzuhalten. Die Ostereiersuche bei Oma und Opa müsse dieses Jahr ausfallen. «Für weniger Lebensqualität retten wir mehr Leben.» Dank der strengen Corona-Auflagen habe sich das Infektionsgeschehen in NRW verlangsamt.

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