Gesundheit
SPD: Schulstart für jüngere Kinder oder Abschlussjahrgänge

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die SPD im Düsseldorfer Landtag hat sich dafür ausgesprochen, die Schule entweder für jüngere Kinder oder Abschlussjahrgänge wieder zu eröffnen. Beides zusammen gehe nicht, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Dienstag. Diese Entscheidung müsse am Mittwoch in der Runde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten gefällt werden, damit Eltern, Schüler und Lehrer Klarheit hätten, so Kutschaty.

Dienstag, 14.04.2020, 14:08 Uhr aktualisiert: 14.04.2020, 14:22 Uhr
Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag.
Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag. Foto: Federico Gambarini

Er halte es für «absolut wahnsinnig», wieder alle Schüler gleichzeitig zu unterrichten: «Das geht so nicht.» Wenn man zum Beispiel die Abschlussprüfungen durchziehe, könnten die so gebundenen Lehrer sich nicht gleichzeitig um die jüngeren Kinder kümmern.

Sollte man den unteren Stufen den Vorzug geben, müsse man «den Mut aufbringen», auf Abschlussprüfungen in diesem Jahr zu verzichten und die Abschlussnote durch eine Durchschnittsnote zu ersetzen. Der SPD-Abgeordnete Jochen Ott ergänzte sagte dem « Kölner Stadt-Anzeiger »: «Viele Leistungen werden schon vor den Abschlussprüfungen erbracht. Unter den aktuellen Umständen sehe ich in einem Abitur, das aus Vornoten ermittelt wird, keinen Makel.» Er würde zudem «freiwillige Prüfungen, bei denen sich Schüler verbessern können, für wünschenswert halten», so Ott.

Kutschaty forderte weiter, in den aktuellen Planungen ältere Menschen und Vorerkrankte «nicht außen vor zu lassen». Er wolle nicht erleben, dass die einen isoliert würden, «damit jüngere Generationen wieder in den Einkaufszentren shoppen gehen können».

Nach dem Verdacht des Betrugs mit gefälschten Internetseiten sprach Kutschaty bei der Corona-Soforthilfe von einem «deutlichen Fehlstart». Es habe keine ausreichende digitale Absicherung gegeben, obwohl ähnliche Fälle aus der Vergangenheit bekannt gewesen seien. Seine Fraktion werde auf Aufklärung in den entsprechenden Ausschüssen drängen, so Kutschaty.

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