Fußball
Kramers Dank an Neururer: Empathie ist seine große Stärke

Mönchengladbach (dpa) - Fußball-Weltmeister Christoph Kramer hat in seiner Karriere schon eine Menge erlebt, doch die ersten Schritte als Profi unter Trainer Peter Neururer beim VfL Bochum wird er nicht vergessen. «Ich erinnere mich noch an das Gefühl, das er mir gegeben hat, als er nach Bochum gekommen ist. Er hat mir meine eigene Stärke klar gemacht und in mir dadurch echtes Selbstvertrauen geweckt. Das haben viele probiert, aber nur er hat das in dieser Form geschafft», sagte der Mönchengladbacher Profi der Deutschen Presse-Agentur über den Fußballlehrer aus Marl, der am Sonntag 65 Jahre alt wird.

Dienstag, 21.04.2020, 11:37 Uhr aktualisiert: 21.04.2020, 11:42 Uhr
Peter Neururer umarmt Christoph Kramer.
Peter Neururer umarmt Christoph Kramer. Foto: Jonas Güttler

«Er hat mich vor allem den Spaß am Fußball und am Leben gelehrt. Ich hatte ihn als Trainer in einer Zeit, in der ich sehr ehrgeizig war und es unbedingt sehr schnell nach vorne gehen sollte mit meiner persönlichen fußballerischen Entwicklung», sagte Kramer , der sich noch gut an den Druck, den er als junger Spieler hatte, erinnern kann. «In dieser Phase hat er mich gelehrt, dass die Karrierezeit, die wir als Fußballer haben, auch Lebenszeit ist, und dass Lebenszeit immer schön sein und vor allem Spaß machen sollte. Und deswegen war er wichtig für mich, weil er mir menschlich einiges mitgegeben hat, worauf ich mich auch heute noch beziehe», sagte Kramer, der Neururer 2013 in seiner zweiten Amtszeit als Cheftrainer der Bochumer erlebte.

«Es gehört eine große Portion Empathie dazu, zu wissen, wie man mit einem umgehen muss, wie man einen stark reden kann, dass derjenige es auch wirklich glaubt. Das ist ein Phänomen, an das ich nie geglaubt habe, das er aber geschafft hat», meinte Kramer. Das sei auch Neururers größte Stärke als Trainer. «Den Menschen Peter Neururer zeichnet am meisten aus, dass er Spaß am Leben hat. Das hat man in der Form bei den wenigsten, gerade in der heutigen Zeit», sagte der 29-Jährige.

Zum 65. Geburtstag wünscht der Gladbacher Defensivstratege seinem ehemaligen Coach «nur das Beste». «Und ich wünsche ihm von Herzen, dass er einfach so bleibt, wie er ist, weil ich den Typen Peter Neururer wirklich in mein Herz geschlossen habe.»

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