Festspiele
Ruhrfestspiele zeigen Corona-Variante von Fotoprojekt

Recklinghausen (dpa/lnw) - Trotz Absage der diesjährigen Ruhrfestspiele hält das Theaterfestival an einer geplanten Mitmachaktion des Fotografen JR fest - und hat sie an die Bedingungen der Corona-Pandemie angepasst. An der Fassade des Ruhrfestspielhauses sollen großformatige Fotos von Menschen angebracht werden, die eigentlich in diesen Wochen bei dem renommierten Theatertreffen zusammengekommen wären, wie die Ruhrfestspiele am Donnerstag mitteilten. Wegen der Corona-Krise war das Theaterfestival abgesagt worden.

Donnerstag, 30.04.2020, 16:17 Uhr aktualisiert: 30.04.2020, 16:32 Uhr
Das Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen.
Das Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen. Foto: Marcel Kusch

Besucher wie Kunstschaffende sollen aus der Isolation Porträtfotos schicken, die dann Teil des «Inside Out Projects» des französischen Künstlers JR werden. Die Mitmach-Aktion hat bereits über 360 000 Porträts in 142 Ländern hervorgebracht - in der Corona-Edition der Ruhrfestspiele sind nun anders als geplant die Menschen selbst aufgerufen, Fotos einzusenden.

Auf diese Weise veranschauliche die Aktion das Nichtstattfinden der traditionsreichen Ruhrfestspiele und erinnere in Zeiten des Abstandhaltens an die Kraft der Kunst, hieß es in der Mitteilung. Dabei werde das «Inside Out Project» seiner wörtlichen Bedeutung gerecht, indem es das Leben der Menschen vom Innern ihrer Wohnungen nach außen kehre und sichtbar mache. Die eingesandten Fotos können bis zum 8. Mai eingesendet werden und sollen dann ab Mitte Mai am Ruhrfestspielhaus zu sehen sein.

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