Kriminalität
Rentner fühlt sich in Ruhe gestört und schießt auf Nachbarn

Oerlinghausen (dpa/lnw) - Ein Rentner hat aus Ärger über angeblichen Lärm einen Nachbarn mit einer Waffe bedroht und ihn durch einen Schuss ins Bein verletzt. Der 75-Jährige wurde festgenommen, wie es in einer Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Sonntag hieß. Ein Richter erließ Haftbefehl. Bei dem Vorfall in Oerlinghausen im Kreis Lippe am Abend des Maifeiertages war die Polizei mit Spezialkräften im Einsatz.

Sonntag, 03.05.2020, 09:06 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 09:12 Uhr
Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf.
Ein Blaulicht der Polizei leuchtet auf. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Der Senior hatte sich nach ersten Erkenntnissen am späten Abend durch eine Familie in dem Mehrfamilienhaus in seiner Ruhe gestört gefühlt und bei den Nachbarn geklingelt. Als der 44 Jahre alte Familienvater öffnete, soll der Senior ihn sofort aufgebracht mit einer Schusswaffe bedroht haben. Im folgenden Streit schubste der 44-Jährige demnach den alten Mann zurück in den Hausflur. Der fiel hin und gab einen Schuss ab, der den Nachbarn ins Bein traf. Ein Arzt behandelte die Wunde später.

Der Rentner kehrte zunächst in seine Wohnung zurück. Weil er sich weigerte, Polizeibeamten zu öffnen, kamen Spezialkräfte. In der Wohnung wurde die Tatwaffe gefunden und sicher gestellt.

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