Fußball
Laschet lobt DFL-Gesundheitskonzept: «System funktioniert»

Düsseldorf (dpa) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hält das Gesundheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Durchführung von Geisterspielen trotz der drei Corona-Fälle beim 1. FC Köln für tragfähig. «Die Kölner Corona-Fälle sind ja gerade der Beleg, dass das ganze System funktioniert. Es ist ein riesen Sicherheitskonzept entwickelt worden, dass inzwischen parteiübergreifend Zustimmung gefunden hat», sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-Mittagsmagazin.

Montag, 04.05.2020, 15:07 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 15:22 Uhr
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz.
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini

Nach positiven Befunden bei zwei Profis und einem Betreuer in Köln waren Zweifel am Geisterspiele-Plan der Bundesliga zur Fortsetzung der Saison aufgekommen. Alle drei Infizierten befinden sich mittlerweile in Quarantäne. Ein am Sonntag durchgeführter zweiter Test beim Bundesligisten blieb allerdings ohne weiteren Befund. «Wenn bei allen Vereinen jetzt so getestet wird, dann wird man in der Tat, wenn es Mitte Mai losgehen könnte, dann sicher sein, dass die, die positiv auffällig wären, bereits vorher zurückgezogen sind», sagte Laschet .

Die DFL hofft am Mittwoch bei der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Entscheidung, die Bundesliga-Spielzeit noch im Mai ohne Zuschauer fortsetzen zu können.

Laschet verteidigte das bisher zögerliche Vorgehen der Politik: «Wir haben uns darauf verständigt, dass man so etwas nur im Konsens machen kann. Bei einer so wichtigen Frage müssen die Vertreter aller Länder, auch die Vertreter der Bundesregierung und auch die Minister, die das in ihrer Zuständigkeit - beispielsweise der Arbeitsminister und der Gesundheitsminister - noch mal besonders geprüft haben, die müssen alle gehört werden. Deshalb sollte man nicht übereilig entscheiden, sondern nach gründlicher Beratung am kommenden Mittwoch.»

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