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Solidarpakt für Lokalfunk: Finanzhilfe gegen Job-Sicherung

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Landesanstalt für Medien (LfM) haben mit den Lokalradios und den technischen Anbietern einen «Solidarpakt Lokalfunk» geschlossen. Zentraler Bestandteil: Finanzielle Unterstützung durch das Land - und im Gegenzug die Zusage der Sender, keine Jobs abzubauen und weiter freie Journalisten zu beschäftigen. NRW-weit senden nach Angaben der LfM 44 lokale Radiosender. Hinzu kommt «radio NRW», das ein Rahmenprogramm für die Sender produziert.

Montag, 04.05.2020, 15:35 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 15:42 Uhr

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fließt ein höherer sechsstelliger Betrag, über den für drei Monate die Fixkosten für die Verbreitung der Radioprogramme gesichert werden sollen. Im Gegenzug verpflichteten sich der Verband Lokaler Rundfunk und der Verband der Betriebsgesellschaften laut Mitteilung vom Montag, «die redaktionellen Arbeitsplätze im Lokalfunk bis zum 30. September 2020 zu sichern.» Die Lokalsender sagten laut Landesmedienanstalt darüber hinaus zu, bis Ende September eine durchschnittliche Quote von mindestens 75 Prozent der Aufträge für freie Journalisten zu erfüllen.

Die technischen Dienstleister versprachen laut LfM Stundungen, falls es bei den Sendern dennoch zu finanziellen Engpässen während der Dauer der Krise kommen sollte. «Einem gewohnten Sendebetrieb» stehe nun für die kommenden Monate nichts mehr im Wege, teilte die Staatskanzlei mit. Hintergrund: Durch die Corona-Krise war bei lokalen Radiosendern das Werbegeschäft - und damit die Haupteinnahmequelle - eingebrochen.

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