Fußball
Van Hoogdalem: «Bundesliga ohne Schalke ist unvorstellbar»

Voerendaal (dpa/lnw) - Der frühere Fußballprofi Marco van Hoogdalem sorgt sich in der Corona-Krise um seinen ehemaligen Verein Schalke 04. «Eine Bundesliga ohne Schalke ist unvorstellbar», sagte der 47 Jahre alte Niederländer, der 1997 zum Kader des UEFA-Cup-Siegers gehörte, auch wenn er im Europapokal nicht spielberechtigt war. «Es scheint so zu sein, dass ein Saisonabbruch Schalke finanziell besonders hart treffen würde. Aber eines kann ich sagen: Auch für diesen Fall muss es für S04 eine Lösung geben. Schalke 04 ist so ein großer Verein, der so viele Menschen berührt, der geht nicht verloren. Das hoffe und glaube ich», sagte van Hoogdalem der dpa.

Dienstag, 05.05.2020, 12:39 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 12:53 Uhr
Marco van Hoogdalem beim Fototermin 2005.
Marco van Hoogdalem beim Fototermin 2005. Foto: Rolf Vennenbernd

Der Niederländer, der 151 Bundesliga-Spiele für den Revierclub bestritt und noch immer so oft es geht dessen Heimspiele besucht, gehört nach einer Lebertransplantation zur Risikogruppe und ist in der Corona-Pandemie besonders vorsichtig. «Mir geht es gut. Ich habe fünf Wochen mein Haus nicht mehr verlassen, damit ich persönlich kein Risiko eingehe», sagte er. «Alle sind sehr vorsichtig mit mir. Seit einigen Tagen arbeite ich wieder auf unserem Gasthof mit. Das war auch wichtig für meinen Kopf. Wenn du gar nicht raus kannst, macht das etwas mit dir.»

Nach seiner Karriere wurde van Hoogdalem Gastwirt, vermietet in Voerendaal nahe der deutschen Grenze Ferienwohnungen und betreibt ein Restaurant. Derzeit verkaufe er Eis, «immer mit Handschuhen und hinter einer Plexiglasscheibe», sagte er. Das Restaurant musste am 15. März geschlossen werden, woran sich bis mindestens bis 20. Mai nichts ändert. «Wir haben noch Glück, weil wir unsere Ferienwohnungen weiter vermieten dürfen, da jede einen eigenen Eingang hat. So haben wir noch einige Einnahmen.»

Das Geld aus dem Restaurant fehle aber weitgehend. «Wir verkaufen jetzt Bierpakete, Weinpakete und Pflanzen im Außer-Haus-Verkauf. Die Kontakte mit den Menschen fehlen uns sehr. Wir bleiben positiv. Aber wenn das noch lange so weiter geht, dann wird es auch für uns finanziell eng», sagte der Niederländer.

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