Kriminalität
Frau soll mit Schreckschusswaffe in Praxis geschossen haben

Schock am Donnerstagmorgen: Mitten in Köln fallen Schüsse. Abgefeuert hat sie nach ersten Erkenntnissen eine Frau in einer Arztpraxis - mit einer Schreckschusswaffe. Zur Festnahme werden Spezialkräfte hinzugezogen. Die 43-Jährige leistet keinen Widerstand.

Donnerstag, 07.05.2020, 16:21 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 16:32 Uhr

Köln (dpa/lnw) - Eine Frau soll in einer Kölner Arztpraxis mehrfach mit einer Schreckschusspistole geschossen haben. Zwei Angestellte erlitten durch die lauten Geräusche Knalltraumata, wie die Polizei mitteilte. Die 43-Jährige wurde zwei Stunden später in ihrer Wohnung in der Kölner Innenstadt mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) festgenommen. Nach einer Untersuchung durch einen Arzt wurde sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Die Schüsse waren am Donnerstagvormittag in einer psychotherapeutischen Praxis am Kölner Neumarkt gefallen. Wie Zeugen berichteten, zog die 43-Jährige ihre Waffe und feuerte mehrfach in Richtung der Praxistheke. Danach floh sie den Angaben zufolge zu Fuß. Wenig später sei sie auf dem Balkon ihrer nahe gelegenen Wohnung gesichtet worden, sagte eine Polizeisprecherin. Ein SEK kümmerte sich um die Festnahme. «Sie leistete keinen Widerstand und blieb selbst unverletzt», teilte die Polizei mit.

Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Zum Motiv könne man noch nichts sagen, sagte ein Polizeisprecher. «Das ist noch Gegenstand der Ermittlungen.»

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