Fußball
Polizeigewerkschaft warnt vor Ansammlungen und Abendspielen

Düsseldorf (dpa) - Die Veröffentlichung des Bundesliga-Spielplans nach der Corona-Pause durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) ruft die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf den Plan. Sie befürchtet unerlaubte Fanansammlungen rund um die Stadien oder in den Innenstädten und spricht sich zudem gegen Abendspiele aus.

Freitag, 08.05.2020, 10:34 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 10:42 Uhr

Mit dem 26. Spieltag setzen die 1. und die 2. Bundesliga ihren Spielbetrieb am 16. Mai ohne Zuschauer in den Stadien fort. Auch ein Erstliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr), zwei Partien am Sonntag (15.30 Uhr/18.00 Uhr) und ein Montagabendspiel (20.30 Uhr) sind geplant.

Vor allem die Abendspiele sehen die NRW-Ordnungshüter, die sich stets gegen Geisterspiele ausgesprochen hatten, sehr kritisch. «Wenn schon wieder gespielt wird, dann müssen wenigstens solche Schwierigkeiten vermieden werden. Für Abendspiele in der Bundesliga haben wir absolut kein Verständnis», sagte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende NRW, Michael Maatz, der «Rheinischen Post» (Freitag). «Die Partien gehen in die Dunkelheit hinein. Da wird es für uns komplizierter, Gruppen und das Geschehen zu kontrollieren. Deswegen lehnen wir diese Spielzeiten erst recht ab.» Spiele am Freitagabend bergen laut GdP mehr noch als Montagpartien besondere Gefahren, weil viele Menschen dann ins Wochenende starten.

Bundesliga-Vertreter und die DFL sehen die Gefahr der Ansammlungen nicht. «Ich glaube nicht, dass die Fanszene und die Fanorganisationen ihren Kritikern, die mit so pauschalen Vorurteilen auftauchen, den Gefallen tun werden, sich genau so zu verhalten», hatte DFL-Chef Christian Seifert am Donnerstag erklärt.

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