Fußball
Kenny lobt Schalke: «Ich musste aus meiner Komfortzone»

Gelsenkirchen (dpa) - Der englische Fußball-Profi Jonjoe Kenny hat den Schritt nach Deutschland zum FC Schalke 04 nicht bereut. «Ich wollte hierher kommen, um den Menschen, aber auch mir selbst etwas zu beweisen», sagte Rechtsverteidiger, der seit vergangenen Sommer als Leihgabe des FC Everton beim Revierclub spielt, der englischen Zeitung «The Guardian» (Freitag).

Freitag, 08.05.2020, 12:35 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 12:42 Uhr
Jonjoe Kenny vom FC Schalke 04.
Jonjoe Kenny vom FC Schalke 04. Foto: Thomas Frey

In kurzer Zeit erwarb sich der kampfstarke 23-Jährige beim Fußball-Bundesligisten den Status eines Publikumslieblings. Schalke würde Kenny gerne über die Saison hinaus halten. Auch Kenny fühlt sich wohl in Gelsenkirchen und macht gute Fortschritte beim Deutsch-Lernen. Die Rolle als Ersatzspieler in der Premier League behagte ihm nicht. «Ich möchte kein Spieler sein, der nur ein paar Spiele macht. Ich war nicht glücklich, viel auf der Bank zu sitzen. Ich möchte Fußball spielen und zeigen was ich drauf habe.»

Großes Lob hat Kenny daher für Schalke-Coach David Wagner, der ihm nach einer Eingewöhnungszeit viele Einsätze gegeben habe. «Ich wusste, dass ich hier nach vorn kommen kann. Der Trainer hat mir Selbstvertrauen gegeben, das zu zeigen und meine Spielweise zu verbessern. Ich musste nur an mich glauben», sagte Kenny, der dem Wiederbeginn mit dem Revierderby bei Borussia Dortmund am 16. Mai entgegenfiebert. Es sei zwar schade, dass die Partie ohne Fans stattfinden müsse, «aber es gibt jetzt wichtigere Dinge».

Als Junge, der im Schatten der Everton-Arena in Liverpool aufwuchs, sei der Wechsel 2019 nach Schalke ein großer Schritt gewesen. Er sei dadurch aber enorm gereift. «Früher wollte ich immer nur zu Hause bei meiner Familie bleiben. Der Wechsel hat mich als Person verändert. Es war nicht alles einfach, aber ich musste es tun, um Fortschritte zu machen und aus meiner Komfortzone herauszukommen, eine neue Sprache zu lernen und zu sehen, wie andere Menschen arbeiten.»

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