Dortmund-Ems-Kanal
Eingestürzte Brücke wird Schifffahrt länger behindern

Emsbüren - Die im Emsland von einem Schiff zerstörte Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal dürfte zumindest noch einige Wochen zu Behinderungen führen. «Wir sind am Anfang der Arbeiten und brauchen unter anderem einen Schwimmkran», sagte Ulrich Wieching, Leiter des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rheine. «Wir hoffen, dass wir nicht über Monate reden», meinte er am Dienstag.

Dienstag, 12.05.2020, 11:52 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 13:25 Uhr
Das mittlere Teil der Brücke über dem Dortmund-Ems-Kanal fehlt, nachdem ein Schiff dieses gerammt hat.
Das mittlere Teil der Brücke über dem Dortmund-Ems-Kanal fehlt, nachdem ein Schiff dieses gerammt hat. Foto: --

Es müsse nicht nur das am Montag in den Kanal geschobene Mittelteil der Kunkenmühler Brücke geborgen werden, sagte Wieching . «Die noch stehenden Teile sind akut einsturzgefährdet und müssen erst abgebrochen werden, um die Bergungsarbeiten nicht zu gefährden.» Gesperrt bleibe zunächst der Abschnitt zwischen den Schleusen Venhaus und Hesselte. «Die Brücke sollte in einigen Jahren ohnehin abgerissen werden», sagte Wieching.

Das Schiff hatte die Brücke unweit der Ortschaft Moorlage gerammt. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei soll das unbeladene Frachtschiff zu wenig Ballastwasser in den Tanks gehabt haben, so dass der Bug zu weit aus dem Kanal ragte.

Etwa 20 Schiffe passierten den Abschnitt sonst täglich, hatte die «Lingener Tagespost» berichtet. Jährlich würden dort 4,5 Millionen Tonnen Güter transportiert. Das Umfahren sei nur sehr weiträumig möglich, sagte Wieching der Zeitung.

Die betroffene Brücke wurde 1954 gebaut und war über 60 Meter lang. Der rund 225 Kilometer lange Dortmund-Ems-Kanal verbindet das östliche Ruhrgebiet mit dem Seehafen von Emden. Der Unfallort liegt bei Kilometer 131 nördlich der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7405779?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Nachrichten-Ticker