Fußball
Kehl: «Ungewöhnlichstes Derby der Geschichte»

Dortmund (dpa) - Borussia Dortmund steht nach Meinung von Sebastian Kehl am Samstag (15.30) im Duell mit dem FC Schalke 04 vor dem «ungewöhnlichsten Derby der Geschichte. Dieses Spiel lebt von den Fans, von ihren Emotionen, von der Begeisterung im Stadion. Das alles werden wir sicher nicht erleben. Den Spielern wird es sehr stark fehlen, sich von den Fans und der Atmosphäre zusätzlich motivieren zu lassen», sagte der Lizenzspielerchef des Fußball-Bundesligisten aus Dortmund der «Welt» (Dienstag).

Dienstag, 12.05.2020, 12:14 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 12:23 Uhr
Dortmunds Leiter Lizenzbereich Sebastian Kehl an der Seitenlinie.
Dortmunds Leiter Lizenzbereich Sebastian Kehl an der Seitenlinie. Foto: Guido Kirchner

Trotz der durch die Corona-Krise bedingten Geisterspiel-Atmosphäre erwartet er von den Profis die für das Traditionsduell nötige Leidenschaft: «Wir sind uns der Tatsache sehr bewusst, dass wir auch in diesem Derby etwas schaffen können, was unseren Fans sehr viel bedeutet - trotz dieser für alle schwierigen Zeiten.»

Die mentale Verfassung sei im Saisonendspurt ohnehin von zentraler Bedeutung. «Es wird nicht darauf ankommen, wer die größere Qualität im Kader hat, sondern darauf, wem es am besten gelingt, sich auf das Spiel und die ungewohnte Situation einzulassen und die größte Teamdynamik zu entwickeln. Die richtige Einstellung und der richtige Umgang mit der aktuellen Situation werden entscheidend sein», sagte der ehemalige BVB-Kapitän.

Die außergewöhnliche Herausforderung bei Geisterspielen habe den Verein veranlasst, die ohnehin geplante Festanstellung des ehemaligen BVB-Torhüters Philipp Laux als Sportpsychologen um ein halbes Jahr vorzuziehen. «Wir befinden uns nun mal in einer Situation, die komplett neu für alle Beteiligten ist - vor allem aber für die Spieler. Keiner hat so was je erlebt. Angesichts dessen wäre es komplett fahrlässig gewesen, wenn wir Philipp nicht sofort mit ins Team genommen hätten und den Mehrwert im mentalen Bereich nicht ausschöpfen würden», sagte Kehl .

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