Fernsehen
ESC-Ersatzshows haben begonnen: Im Ersten und bei ProSieben

Hamburg/Köln (dpa) - In Hamburg und Köln haben am Samstagabend deutsche Ersatzshows für das in Rotterdam coronabedingt abgesagte Finale des 65. Eurovision Song Contest begonnen. Im ARD-Fernsehen begrüßte Barbara Schöneberger vom Dach der Hamburger Elbphilharmonie die TV-Zuschauer, in Köln taten es bei ProSieben die Moderatoren Steven Gätjen und Dragqueen Conchita Wurst, die zum Auftakt «Waterloo» von Abba und «Satellite» von Lena sowie ihren 2014-Siegertitel «Rise like a Phoenix» sang.

Samstag, 16.05.2020, 20:25 Uhr aktualisiert: 16.05.2020, 20:32 Uhr
Der Entertainer Stefan Raab und die Moderatorin Barbara Schöneberger.
Der Entertainer Stefan Raab und die Moderatorin Barbara Schöneberger. Foto: Matthias Balk/Annette Riedl

Auch Schöneberger sang kurz danach zum Auftakt der ARD-Show in der leeren Elphi unter anderem eine Version von Conchitas «Rise like a Phoenix».

Im Ersten treten zehn der für den echten ESC nominierten Kandidaten gegeneinander an, darunter die Beiträge aus Island, Litauen, Dänemark und der Schweiz. Deutschlands Sänger Ben Dolic soll nur außer Konkurrenz singen und steht nicht zur Abstimmung.

Bei ProSieben ist die «Free European Song Contest» genannte Show ein Wettbewerb von 15 Ländern und Liedern, darunter auch Deutschland. Organisiert hat das Event der ESC-Altmeister Stefan Raab, der sich eigentlich im Fernsehruhestand befindet.

Traditionell ist das Finale des Eurovision Song Contest seit dem Ende von «Wetten, dass..?» die erfolgreichste Unterhaltungsshow des Jahres im Fernsehen. Vergangenes Jahr sahen siebeneinhalb Millionen im Ersten zu. 2020 dürften sich diese Millionen Zuschauer auf die beiden Ersatzshows bei ARD und ProSieben verteilen.

Deutschland hat den eigentlichen Eurovision Song Contest, den es seit 1956 gibt, bisher zweimal gewonnen: 1982 mit Nicole («Ein bisschen Frieden») und 2010 mit Lena («Satellite»). 2018 kam Deutschland auf Platz vier mit Michael Schulte («You Let Me Walk Alone»), 2019 nur auf den vorletzten Platz mit dem Duo S!sters und dem Song «Sister».

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