Energie
Versorger wollen Eon-RWE-Deal vor Gericht zu Fall bringen

Frankfurt/Essen (dpa) - Mehrere regionale Stromversorger in Deutschland wollen den weitgehend abgeschlossenen Energiedeal zwischen den Branchenriesen Eon und RWE noch zu Fall bringen. Die Mainiova AG aus Frankfurt kündigte am Mittwoch an, gemeinsam mit zehn weiteren Versorgern beim Gericht der Europäischen Union (EuG) eine Nichtigkeitsklage gegen die Freigabe durch die EU-Kommission einzureichen. Mit dem Deal zwischen Eon und RWE werde «der ohnehin fragile Wettbewerb in der Erzeugung erheblich eingeschränkt», heißt es in der Mitteilung. Das «Handelsblatt« hatte zunächst berichtet.

Mittwoch, 27.05.2020, 11:15 Uhr aktualisiert: 27.05.2020, 11:22 Uhr

Eon und RWE haben eine weitreichende Neuaufteilung ihrer Geschäftsfelder vereinbart. Dazu haben sie die RWE-Tochter Innogy unter sich aufgeteilt. Eon hat die Energienetze und das Kundengeschäft von Innogy übernommen, RWE die erneuerbaren Energien von Eon. Zudem erhält RWE noch die Ökostromproduktion von Innogy.

Die EU-Kommission hatte das Geschäft im vergangenen September unter Auflagen freigegeben. Dadurch werde der Zusammenschluss in den betroffenen Ländern nicht zu einer geringeren Auswahl und höheren Preisen führen, hatte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärt.

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