Kriminalität
Reul: Spuckattacken auf Polizei mit aller Schärfe ahnden

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Spuckattacken auf Polizisten in der Corona-Pandemie scharf verurteilt. «Das Anspucken von Polizeibeamten ist strafrechtlich eine Beleidigung, in Corona-Zeiten möglicherweise sogar eine Körperverletzung oder eine gefährliche Körperverletzung», sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post» (Donnerstag). «Diese Spuckerei ist Ausdruck einer tief sitzenden Missachtung des Staates und seiner Institutionen. Dem müssen wir einen klaren Riegel vorsetzen, indem wir das mit aller Schärfe verfolgen und ahnden. Niemand muss sich anspucken lassen.»

Donnerstag, 28.05.2020, 06:32 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 18:26 Uhr
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag.
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag. Foto: Federico Gambarini

Auch der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in NRW, Erich Rettinghaus, sagte der Zeitung: «Wer andere gerade während der Corona-Krise absichtlich anspuckt, muss die volle Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen.»

Nach Meinung des Vizelandesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei haben Spuck-Angriffe zugenommen - insbesondere gegen Polizisten. «Um es klar zu sagen: Früher hat es das in der Form und Häufigkeit nicht gegeben», sagte Michael Maatz dem Blatt.

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