Gesundheit
Dialogstelle soll bei Besuch in Einrichtungen helfen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Immer wieder kommt es zu Konflikten, weil Angehörige wegen der Corona-Pandemie behinderte oder pflegebedürftige Menschen nicht besuchen dürfen: Die Landesregierung hat deswegen eine Dialogstelle geschaffen, um Lösungen in solchen Fällen zu finden. Das gaben NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und die Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte Claudia Middendorf am Freitag bekannt. Die Stelle nehme ab sofort ihre Arbeit auf. Trotz der Lockerungen durch die Landesregierung verwehrten viele Einrichtungen ihren Bewohnern weiterhin den Besuch. Dieser sei aber wichtig und unter Einhaltung der vorgegebenen Maßnahmen unbedingt zu gestatten, betonte Middendorf. Die neue Dialogstelle soll offene Fragen klären und eine Vermittlerrolle wahrnehmen. Die Corona-Pandemie habe viel Verunsicherung in die Einrichtungen gebracht. Das Recht auf Selbstbestimmung dürfe für die Bewohner nicht länger eingeschränkt werden. Es gebe viele Menschen mit Behinderungen, die nicht einmal zur Risikogruppe zählten.

Freitag, 05.06.2020, 13:00 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 13:12 Uhr
Claudia Middendorf, Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte, spricht bei einer Pressekonferenz.
Claudia Middendorf, Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: David Young
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