Atommüll-Exporte
Mehr Atomtransporte in NRW

Düsseldorf/Gronau -

Die Zahl der Atomtransporte durch NRW ist im vergangenen Jahr erneut angestiegen. Das geht aus der Antwort des Wirtschaftsministers An­dreas Pinkwart auf eine Anfrage der Grünen hervor. Dabei spielt auch die Firma eine Urenco aus Gronau eine Rolle. 

Mittwoch, 17.06.2020, 06:45 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 06:51 Uhr
Atommüll-Exporte: Mehr Atomtransporte in NRW
Eine Mahnwache gegen Uran-Transporte in Münster. Foto: Oliver Werner

Die Zahl der Atomtransporte durch NRW ist im vergangenen Jahr erneut angestiegen. Insgesamt sind 1436 einzelne Transporte 2019 durchs Land gerollt, 195 mehr als im Vorjahr. Deutlich stärker ist die Menge des radio­aktiven Materials gestiegen, wie Wirtschaftsminister An­dreas Pinkwart (FDP) auf Anfrage der Grünen mitteilte: Mit 19 795 Tonnen wuchs die Masse gegenüber 2018 um 44 Prozent.

Einen ­erheblichen Anteil haben daran 158 Ausfuhren der Urananreicherungsanlage der Firma Urenco in Gronau: Fast 10 000 Tonnen Uranhexaflourid wurden von dort ausgeführt, allein 8855 Tonnen abgereichertes Material gingen nach Russland. Die Grünen-Energiepolitikerin Wibke Brems kritisierte, trotz des Atomausstiegs nehme die Zahl der Transporte jährlich zu. „Im vergangenen Jahr waren es maßgeblich die verantwortungslosen Exporte von Atommüll aus Gronau nach Russland, getarnt als Wertstofflieferung.“ Das müsse aufhören, forderte sie.

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