Fußball
Heidel über Klopp: «Fast immer die richtigen Worte»

Berlin (dpa) - Jürgen Klopp bekam vor seinem Wechsel vom FSV Mainz 05 zu Borussia Dortmund beim BVB weniger Gehalt angeboten, als er in Mainz nach Angaben des langjährigen Managers Christian Heidel bereits verdiente. «Da haben die Dortmunder dann schon mal geschluckt», sagte Heidel in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag-Ausgabe). BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke habe dies dann ganz schnell geregelt. Heidel erklärte, man habe auf den einen oder anderen Wechsel verzichtet, um den heutigen Trainer des FC Liverpool leistungsgerecht zu bezahlen.

Samstag, 27.06.2020, 08:45 Uhr aktualisiert: 27.06.2020, 08:52 Uhr
Christian Heidel (r) und Jürgen Klopp (l).
Christian Heidel (r) und Jürgen Klopp (l). Foto: Fredrik von Erichsen

Klopp hatte mit Liverpool in dieser Woche den ersten englischen Meistertitel seit 30 Jahren perfekt gemacht, seine Trainerkarriere begann der 53-Jährige einst in Mainz. «Unsere größte Leistung war es, ihn machen zu lassen und ihm zu vertrauen», sagte Heidel rückblickend. «Wir haben ihn Fehler machen lassen und ihm nicht reingeredet. Dadurch hatte er auch als sehr junger Trainer immer schon eine dominante Rolle in der Kabine.»

Klopp seien viele Dinge, die für einen Trainer eminent wichtig seien, in die Wiege gelegt worden. «Sein Charisma, seine Rhetorik und Schlagfertigkeit sind ihm mitgegeben worden. Aber den Sachverstand im Fußball hat er sich hart erarbeitet», sagte Heidel. Er lobte aber vor allem die Ansprachen des Coaches, der mit Dortmund deutscher Meister und Pokalsieger war und mit Liverpool im vorigen Jahr in der Champions League triumphierte. «Er hat die Gabe, fast immer die richtigen Worte zu finden», sagte Heidel.

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