Fußball
FC Manager zu Anfeindungen gegen Horn: «Sind kein Freiwild»

Köln (dpa) - Manager Horst Heldt vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat die Anfeindungen gegen Torhüter Timo Horn scharf verurteilt. «Wir sind kein Freiwild. Morddrohungen und ähnliche Aufrufe bei Social Media sind für keinen Menschen zu ertragen und zu dulden - auch nicht bei Fußballern», sagte Heldt dem «Express» und fügte hinzu: «Die Leute sollten sich selbst mal hinterfragen, warum sie sich in einem Mannschaftssport einen rauspicken und wie im alten Rom den Daumen rauf oder runter zeigen. Da bin ich anders erzogen worden.»

Mittwoch, 01.07.2020, 20:46 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 20:52 Uhr
Kölns Torhüter Timo Horn reagiert auf das Spiel.
Kölns Torhüter Timo Horn reagiert auf das Spiel. Foto: Ina Fassbender

Horn war vor dem letzten Spieltag - offenbar von Düsseldorfer Fans - angefeindet worden. Dabei ging es wohl um ein altes Zitat des FC-Keepers, der als Ur-Kölner einst der Fortuna den Abstieg wünschte: «Mich würde es freuen, wenn es Düsseldorf wird.» Der FC verlor am letzten Spieltag 1:6 bei Werder Bremen , wodurch die Hanseaten noch an der Fortuna vorbeizogen. Heldt betonte, dass Horn die Nummer eins sei und auch bleibe.

Unterdessen ist der Club weiter gewillt, den Vertrag mit Trainer Markus Gisdol vorzeitig zu verlängern. «Wir sind überzeugt von ihm. In allererster Linie, weil er einen exzellenten Job in einer schweren Situation gemacht hat.»

Gleiches gilt auch für Stürmer Jhon Cordoba, der noch ein Jahr Vertrag hat. Der Club habe dem Spieler ein Angebot zur vorzeitigen Vertragsverlängerung unterbreitet. Schwierig gestaltet sich die Situation um Leihspieler Mark Uth. «Es ist klar, dass wir uns einen Transfer im Millionenbereich nicht leisten können und nicht leisten werden», sagte Heldt.

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