Soziales
Mehr Prüfungen des Kindeswohls durch Jugendämter

Düsseldorf (dpa/lnw) - Jugendämter in Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr häufiger das Wohlergehen von Kindern in den Familien geprüft. 2019 waren die Behörden in 49 707 Fällen gefragt - eine Zunahme von 14,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Montag mitteilte. In 14,3 Prozent oder 7094 Fällen stellte das Jugendamt dann auch eine akute Gefährdung des Kindeswohls fest. Häufigste Gründe waren Anzeichen von Vernachlässigung sowie körperliche und psychische Misshandlungen. In 19 095 Fällen ergab die Prüfung keine Kindeswohlgefährdung und keinen Hilfebedarf für die Familie.

Montag, 13.07.2020, 11:33 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 11:42 Uhr

In mehr als jedem vierten Fall kam der Verdacht, dass ein Kind misshandelt oder vernachlässigt worden sein könnte, von Polizei, Gerichten oder Staatsanwaltschaften. In 16,2 Prozent der Fälle gaben Verwandte, Bekannte oder Nachbarn einen Hinweis. Schulen oder Kitas wurden in 14,4 Prozent der Fälle aktiv. Jeder zehnte Hinweis war anonym.

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