Kommunen
Wochenende in NRW-Städten ohne große Corona-Verstöße

Viele Menschen haben auch an diesem Wochenende wieder in NRW unter freiem Himmel gefeiert - und dabei nicht immer an Corona gedacht. Die Polizei kontrollierte verstärkt. In Köln war einiges los.

Sonntag, 02.08.2020, 11:28 Uhr aktualisiert: 02.08.2020, 11:42 Uhr
Ein Polizeifahrzeug steht mit Blaulicht auf der Straße.
Ein Polizeifahrzeug steht mit Blaulicht auf der Straße. Foto: Patrick Seeger

Köln (dpa/lnw) - Feiernde Menschen und größere Ansammlungen auch ohne den vorgeschriebenen Corona-Mindestabstand: Die Polizei in NRW hatte am Wochenende wieder einiges zu tun und kontrollierte an den Party-Hotspots mit verstärkten Einsatzkräften. Es kam zu Räumungen, blieb aber insgesamt ruhig, wie Sprecher aus mehreren Städten berichteten. Es habe keine größeren Zwischenfälle gegeben.

In Köln waren Polizei und städtisches Ordnungsamt im Einsatz, die Zahl der Kräfte war im Vorfeld noch einmal erhöht worden. An einigen Hotspots hätten sich nicht alle an die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung gehalten, schilderte die Polizei am Sonntag. Es habe erneut Räumungen gegeben, aber nicht in dem Ausmaß wie an den Wochenenden zuvor. «Die Leute haben größtenteils mit der Polizei kooperiert.» Es sei auch nicht zu Flaschenwürfen oder anderen Angriffen gegen die Beamten gekommen, wie zuvor. Die Räumungen seien ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.

In der Nacht zu Samstag wurden in der Domstadt neun Platzverweise ausgesprochen, rund 40 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten sowie fünf Strafanzeigen auch wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung gefertigt. In der Nacht zu Sonntag seien einzelne Ansammlungen aufgelöst worden, zum Teil wurden Absperrgitter aufgestellt. Es gab 40 Platzverweise, mehr als 50 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten sowie 13 Strafanzeigen.

In Düsseldorf sagte ein Sprecher, man habe keine Räumungen vornehmen müssen. Auch aus der Altstadt hätten die eingesetzten Beamten ein «relativ normales Geschehen» gemeldet. «Wir haben größere Menschenmengen angetroffen, mussten aber hinsichtlich der Corona-Schutzregeln nicht eingreifen.»

In Bonn verstärkte die Polizei ihre Kontrollen vor allem entlang des Rheinufers. «Wir haben wieder einen Sondereinsatz gefahren, wie auch schon an den vergangenen Abenden freitags und samstags.» Zwei Personen kamen am Samstag vorübergehend in Gewahrsam. Unterm Strich lautete am Sonntag eine erste Bilanz: «Nichts Nennenswertes.»

Aus der drittgrößten NRW-Stadt hieß es auf die Frage nach ausufernden Corona-Partys: «Wir hatten damit keinerlei Probleme in Dortmund.» Auch am Sonntag wurde ein rückblickend ruhiger Einsatzverlauf gemeldet.

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder größere Partys mit mancherorts mehreren Hundert Menschen gegeben. Einige Veranstaltungen waren wegen grober Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung aufgelöst worden. Dabei waren auch Polizisten attackiert worden.

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