Prozesse
Zweijährige isst Kokain aus Badezimmer: Vater angeklagt

Wuppertal (dpa/lnw) - Ein mutmaßlicher Drogenhändler soll Kokain in seinem Haus gelagert haben - und seine kleine Tochter aß davon: Am Mittwoch begann vor dem Wuppertaler Landgericht der Prozess gegen den Vater wegen fahrlässiger Körperverletzung und Drogenhandels. Laut Anklage soll der 43-Jährige Kokain unter anderem im Badezimmer seines Hauses in Velbert herumliegen gelassen haben, in dem er mit Ehefrau und zwei Kindern wohnte.

Mittwoch, 05.08.2020, 15:22 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 15:32 Uhr
Vor dem Gerichtsgebäude hält eine Statue der Justitia eine Waagschale.
Vor dem Gerichtsgebäude hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner

Die zum Tatzeitpunkt zweijährige Tochter habe das Rauschgift gefunden und «eine nicht unerhebliche Menge konsumiert». Das Kind habe Ende 2019 dadurch gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten. Nähere Angaben dazu konnte ein Gerichtssprecher nicht machen. Als Ermittler später das Haus des Angeklagten durchsuchten, fanden sie an verschiedenen Stellen insgesamt etwa 300 Gramm Kokain.

Bei der Eröffnung des Hauptverfahrens habe die Kammer darauf hingewiesen, dass auch eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung in Betracht kommen könne, sagte der Gerichtssprecher. Für den Prozess sind fünf weitere Verhandlungstage bis Mitte September angesetzt.

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