Neue Regeln ab 12. August
NRW verschärft Corona-Verordnungen: Bußgelder, Masken, Pflichttest

Düsseldorf -

Weitere Lockerungen? Vorerst nicht. Auch in NRW ist Schluss mit neuen Erleichterungen bei den coronabedingten Einschränkungen. Für Masken-Verweigerer wird die Luft dünner. Unter anderem müssen sie Strafe in Bussen und Bahnen zahlen.

Dienstag, 11.08.2020, 16:42 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 17:53 Uhr
Neue Regeln ab 12. August: NRW verschärft Corona-Verordnungen: Bußgelder, Masken, Pflichttest
Angesichts steigender Infektionszahlen könne es derzeit keine weiteren Lockerungen geben, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Foto: dpa

Hohe Bußgelder für Masken-Verweigerer, Unterricht mit Mund-Nasen-Schutz und Test-Pflichten - das sind die wichtigsten Neuerungen in den neuen Corona-Verordnungen Nordrhein-Westfalens. Angesichts steigender Infektionszahlen könne es derzeit keine weiteren Lockerungen geben, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet ( CDU ) am Dienstag in Düsseldorf. Die neuen Regeln ( pdf ) treten am Mittwoch in Kraft.

150 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer

Wer in Bus und Bahn auf die Maske verzichtet, soll sofort mit 150 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden. „Das Tragen der Maske ist eine Frage der Solidarität mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft“, unterstrich Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Die Masken-Pflicht im Nahverkehr sei „eine kleine Unannehmlichkeit - sie kann aber eine große Katastrophe verhindern“.

Diese Regeln gelten in NRW ab dem 12. August

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  • Die Landesregierung hat die Coronaverordnungen für Nordrhein-Westfalen bis zum 31. August verlängert. Dabei sind einige Punkte verschärft worden.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Bußgeld für Maskenverweigerer

    Wer in öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Maske verzichtet, soll sofort mit 150 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden.

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  • Maskenpflicht in der Schule

    Maskenpflicht besteht ab sofort auch auf dem gesamten Schulgelände - ab Klasse 5 grundsätzlich auch im Unterricht. Zudem ist eine feste Sitzordnung vorgeschrieben.

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  • Test-Pflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten

    Einreisende aus Risikogebieten müssen sich grundsätzlich 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Sie entfällt nur, falls dem Gesundheitsamt ein negatives Corona-Testergebnis vorgelegt werden kann, das nicht älter als 48 Stunden ist. Die Tests sind für Rückkehrer aus Ländern, die das Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet einstuft, in jedem Fall Pflicht.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Keine Lockerungen

    Ansonsten gelten die drei Grundregeln unverändert weiter: Abstand halten, Mund-Nasenschutz tragen und die Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten sicherstellen.

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  • Private Feiern

    Private Feste aus einem besonderen Anlass wie zum Beispiel Geburtstage, Taufen, Hochzeiten und Abschlussfeiern sind seit dem 15. Juli mit 150 Gästen erlaubt. Daran wurde nichts geändert.

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  • Sport

    Beim Kontaktsport in der Halle sind (seit dem 15. Juli) unverändert 30 Teilnehmer erlaubt. Bei Sportveranstaltungen sind weiterhin 300 Zuschauer gestattet.

    Foto: Christina Pohler
  • Hygienekonzept ab 300 Leuten

    Ist eine Veranstaltung mit mehr als 300 Besuchern geplant , muss ein Hygienekonzept vorgelegt werden. Auch diese Regelung gilt bereits seit dem 15. Juli.

    Foto: Oliver Berg
  • Die Regeln sind zunächst bis zum 31. August befristet. Die Details der Coronaschutzverordnung für NRW können Sie hier (pdf) nachlesen.

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Maskenpflicht in Schulen

Maskenpflicht besteht ab sofort auch auf dem gesamten Schulgelände - ab Klasse 5 grundsätzlich auch im Unterricht. Zudem ist eine feste Sitzordnung vorgeschrieben. In der Kindertagesbetreuung können ab dem 17. August wieder die ursprünglich gebuchten Wochenstunden in Anspruch genommen werden.

Test-Pflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten

Einreisende aus Risikogebieten müssen sich grundsätzlich 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Sie entfällt nur, falls dem Gesundheitsamt ein negatives Corona-Testergebnis vorgelegt werden kann, das nicht älter als 48 Stunden ist. Die Tests sind für Rückkehrer aus Ländern, die das Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet einstuft, in jedem Fall Pflicht.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) appellierte an die Bürger: „Egal ob am See, im Biergarten oder im ÖPNV. Halten Sie sich an die bestehenden Regelungen. Halten Sie Abstand, tragen Sie einen Mund-Nase-Schutz und beachten Sie die üblichen Hygieneregeln.“ Es sei eine Gemeinschaftsaufgabe, verantwortungsvoll mit dem „dynamischen Infektionsgeschehen“ umzugehen.

Alle Corona-Verordnungen des Landes sind nun grundsätzlich bis Ende August (31.) verlängert und aktualisiert worden. 

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