Handel
Aufsichtsrat stimmt Neuaufstellung von Ceconomy zu

Düsseldorf (dpa) - Der Aufsichtsrat von Ceconomy hat der Neuausrichtung des Elektronikhändler zugestimmt. Die Strukturen des Konzerns mit seinen Ketten Media Markt und Saturn sollen vereinheitlicht werden, wie das Kontrollgremium am Dienstag in Düsseldorf entschied. Damit verbunden ist der Abbau von bis zu 3500 Stellen - früheren Angaben zufolge vorwiegend im europäischen Ausland.

Mittwoch, 12.08.2020, 20:37 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 20:42 Uhr
Ein Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn vor der Firmenzentrale von Ceconomy.
Ein Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn vor der Firmenzentrale von Ceconomy. Foto: Armin Weigel

Die Arbeitsplätze sollen in den kommenden 24 bis 36 Monaten wegfallen und die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen sollen «zeitnah» beginnen, hieß es. Wegen des Einbruchs der Geschäfte im Zuge der Corona-Pandemie will Ceconomy zudem Läden schließen. Betroffen sind zunächst 14 Märkte, weitere Schließungen in Europa könnten in begrenztem Umfang dazu kommen.

Im Mittelpunkt der Neuorganisation stünden über alle Länder hinweg einheitliche Führungsstrukturen und standardisierte Prozesse und Abläufe, teilte der SDax-Konzern mit. Ceconomy wurde bislang sehr dezentral geführt.

Die Neuerungen gelten für die Verwaltungsfunktionen in den Landesgesellschaften ebenso wie für die Organisation der Märkte, hieß es. Dadurch verspricht sich das Management eine höhere Effizienz und niedrigere Kosten. Auch in den Märkten werde MediaMarktSaturn die Führungsstrukturen europaweit harmonisieren. In jedem der derzeit rund 1000 Läden soll eine Standardorganisation eingeführt werden.

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