Regierung
Laschet offen für Verkürzung der Corona-Quarantänezeit

Düsseldorf (dpa) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich offen für den Vorschlag gezeigt, die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen zu verkürzen. «Es würde das ganze System erleichtern», sagte er am Freitag in Düsseldorf. Menschen weniger als 14 Tage Quarantäne zuzumuten, erhöhe die Akzeptanz für die Maßnahme.

Freitag, 04.09.2020, 12:40 Uhr aktualisiert: 04.09.2020, 12:52 Uhr

Allerdings müsse ein solcher Schritt wissenschaftlich abgesichert sein. «Es ist immer klug, bei all diesen Vorschlägen auf den Rat der Experten zu hören», sagte Laschet . «Und wenn es am Ende Konsens aller Virologen sein sollte, dass in der Tat sieben oder acht Tage ausreichen für eine Quarantäne, dann wird sich die Politik dem nicht verschließen.»

Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte für eine Verkürzung plädiert, um die Akzeptanz für die Maßnahmen in der Gesellschaft zu erhalten. Menschen mit Verdacht auf eine Infektion sollten sich nur noch 5 statt 14 Tage isolieren müssen. Mit diesem Vorschlag gehe er «bis an die Schmerzgrenze der Epidemiologie», sagte er am Dienstag in seinem NDR-Podcast. Er regte zudem an, die fünf Tage nicht für Tests zu «verschwenden», sondern erst nach Ablauf der Zeit zu testen, ob die Betroffenen infiziert waren und noch infektiös sind.

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