Sportpolitik
SPD-Fraktionschef will landesweite Befragung zu Olympia 2032

Köln (dpa/lnw) - SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty fordert im Hinblick auf eine mögliche Olympia-Bewerbung einer Privatinitiative in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2032 eine Bürgerbefragung im gesamten Land. Nur in den geplanten Austragungsorten dürfe diese nicht stattfinden. «Eine Bewerbung für die Spiele kann nur erfolgreich sein, wenn sie die breite Zustimmung der Menschen in unserem Land findet. Deshalb darf eine solche Befragung auch keine elitäre Veranstaltung einer geschlossenen Gesellschaft sein, bei der die anderen Städte nur von draußen zuschauen dürfen», sagte Kutschaty dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch).

Mittwoch, 09.09.2020, 14:27 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 14:42 Uhr
Thomas Kutschaty (SPD), Fraktionsvorsitzender, spricht im Plenum des Landtags.
Thomas Kutschaty (SPD), Fraktionsvorsitzender, spricht im Plenum des Landtags. Foto: Rolf Vennenbernd

Die Initiatoren der Olympia-Bewerbung «Rhein-Ruhr-City» planen, im kommenden Jahr Bürgerbefragungen in den möglichen Austragungsorten durchzuführen. Danach soll die Bevölkerung unter anderem in Aachen, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Leverkusen und Mönchengladbach befragt werden. Auch die CDU in NRW unterstützt dieses Vorhaben.

«Welchen Mehrwert hätte aber eine Bürgerbeteiligung in Orten, an denen definitiv keine Spiele stattfinden? Es ist deshalb vollkommen richtig, die Städte zu fragen, die als Austragungsorte in Frage kommen - und nicht das ganze Land», sagte hingegen der sportpolitische CDU-Fraktionssprecher Jens Nettekoven. Klar sei, dass eine Bewerbung nur bei einem enstsprechenden Votum in den beteiligten Städten möglich sei.

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