Fußball
Schalke rechnet mit Umsatzeinbußen: Freude über Fan-Rückkehr

Schalke kalkuliert für die am Freitag beginnenden Fußball-Saison mit weiteren Umsatz- und Einnahmeeinbußen. Die erlaubte Teil-Rückkehr von Zuschauern könnte die Lage laut Vorstand Jobst aber verbessern.

Mittwoch, 16.09.2020, 11:37 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 11:42 Uhr
Alexander Jobst, Vorstand Marketing FC Schalke 04.
Alexander Jobst, Vorstand Marketing FC Schalke 04. Foto: Guido Kirchner

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Der FC Schalke 04 rechnet in der am Freitag beginnenden Saison der Fußball-Bundesliga mit einem erheblichen Rückgang der Einnahmen. Das sagte Schalkes Vorstand für Marketing, Vertrieb und Organisation, Alexander Jobst , dem Magazin «Sponsors» (Mittwoch). Für die Spielzeit 2020/21 kalkuliere der Revierclub allein im Bereich Sponsoring und Hospitality mit coronabedingten «Einbußen von 10 bis 15 Prozent».

Im Bereich des Merchandising sei laut Jobst sogar mit einem noch höheren Einnahme-Rückgang von 20 bis 30 Prozent zu rechnen. «Wir müssen von einem noch weitaus eklatanteren Rückgang im Merchandising ausgehen», sagte der 46-Jährige aus Fulda dem Magazin. Dazu kommen Mindereinnahmen durch den Verkauf von Tickets für die Heimspiele, solange die Veltins-Arena wegen der Corona-Pandemie nicht voll ausgelastet werden darf.

Nach einer Länderübereinkunft vom Dienstag zeichnet sich bei den Ticketeinnahmen aber etwas Entspannung ab. Im sechswöchigen Probebetrieb dürfen nach Schalker Angaben bis zu 20 Prozent der Gesamtkapazität aller Plätze in der Arena vergeben werden, die über 62 271 Plätze verfügt. Bedingung sei ein entsprechendes Hygienekonzept und die Genehmigung des örtlichen Gesundheitsamtes.

Das würde bedeuten, dass schon zum ersten Heimspiel am 26. September gegen Werder Bremen etwas mehr als 12 000 Fans kommen könnten. Zum Bundesliga-Auftakt sind die Königsblauen am Freitag zunächst beim Titelverteidiger FC Bayern München zu Gast.

«Wir sind der Politik sehr dankbar für das Vertrauen, das sie uns mit dieser Entscheidung entgegenbringt, und werden sehr verantwortungsvoll damit umgehen. Vor allem freuen wir uns für unsere Fans, die seit Monaten einem Stadionbesuch entgegenfiebern», sagte Jobst am Mittwoch. Es sei ein weiterer Schritt zurück in die Normalität. «Wir sind auf eine Teilzulassung von Zuschauern vorbereitet und befinden uns mit den lokalen Behörden im Austausch, um die maximal mögliche Sicherheit für alle Beteiligten zu erreichen.»

Die Finanzierung der Saison sei auch ohne Ticketeinnahmen gewährleistet, so Jobst im «Sponsors»-Interview. Da auch die Medienerlöse um rund 15 Prozent zurückgehen, müssen die hoch verschuldeten Schalker, die sich einen strikten Sparkurs verordnet haben, in der kommenden Spielzeit mit Gesamt-Mindereinnahmen von mindestens 20 Millionen Euro rechnen. «Wir gehen davon aus, dass die Pandemie auch mittel- und langfristig negative Folgen bringen wird. Sollte es wider Erwarten besser laufen, tut das der Branche natürlich gut. Wir wissen aber, der Profifußball ist nicht krisenresistent und wir ziehen nun unsere Lehren daraus, künftig etwas konservativer zu planen», sagte Jobst. «Wir fahren auf Sicht.»

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