Familie
Weniger Hochzeiten während der Corona-Pandemie

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Corona-Pandemie hat bei vielen Paaren offenbar die Hochzeitspläne durchkreuzt: Im ersten Halbjahr 2020 haben sich in NRW deutlich weniger Menschen das Ja-Wort gegeben als im gleichen Zeitraum 2019. Wie aus Zahlen des Statistischen Landesamtes vom Montag hervorgeht, wurden in Nordrhein-Westfalen von Januar bis Juni rund 29 000 Ehen geschlossen - rund 6000 weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Es handle sich damit um einen Rückgang von rund 17 Prozent, erklärten die Statistiker.

Montag, 21.09.2020, 10:57 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 11:12 Uhr
Ein frisch vermähltes Brautpaar zeigt nach der Eheschließung im Rathaus die Eheringe.
Ein frisch vermähltes Brautpaar zeigt nach der Eheschließung im Rathaus die Eheringe. Foto: Rolf Vennenbernd

Die Gründe für die Entwicklung sind einer Sprecherin zufolge aus der Erhebung nicht abzulesen. Vieles spricht allerdings dafür, dass die Corona-Pandemie eine große Rolle gespielt hat. Mitte März verhängten Bund und Länder strenge Auflagen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das betraf unter anderem die Möglichkeit, Hochzeiten mit vielen Gästen zu feiern. Erst Mitte Juli wurde entschieden, dass in NRW wieder größere Hochzeitsfeten mit bis zu 150 Gästen möglich sind.

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