Fußball
Nagelsmann: Offensiv-Sorgen und Königsklassen-Vorfreude

Seit 18 Spielen hat Schalke nicht mehr gewonnen. Da sollte Leipzig eine Nummer zu groß sein. Doch die RB-Offensive ist angeschlagen, Verstärkungen deshalb in Planung. Die würde man auch in der Champions League gut gebrauchen können.

Donnerstag, 01.10.2020, 15:39 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 15:52 Uhr
Julian Nagelsmann steht im Stadion.
Julian Nagelsmann steht im Stadion. Foto: Jan Woitas

Leipzig (dpa) - Sorgen in der Offensive und eine kleine Unbekannte auf der gegnerischen Bank: Für Fußball-Bundesligist RB Leipzig wird das Spiel gegen Schlusslicht FC Schalke 04 wohl alles andere als ein Selbstläufer. Zumal der Trainerwechsel beim seit 18 Spielen sieglosen Ruhrpott-Club vor dem Duell am Samstag (18.30 Uhr/Sky) für Leipzig zur Unzeit kam.

«Nach unserem Spiel wäre es vielleicht besser gewesen. Aber ich habe eine Vorstellung davon, was Manuel Baum vor hat und was ich in seiner Situation tun würde», sagte RB-Coach Julian Nagelsmann . «Ich habe eine Idee, was funktionieren könnte. Und ich bin gespannt wie ein kleiner Junge, ob es funktioniert.» Von seinen bisher sechs Duellen mit Baum hat Nagelsmann bei vier Siegen noch keines verloren.

Zunächst stand bei Nagelsmann allerdings ein Fernsehabend auf dem Programm. Der Coach verfolgte am Donnerstag die Auslosung zur Gruppenphase der Champions League . «Früher hatte ich mal Wunschgegner, aber das hat nie geklappt. Von daher lasse ich die Wünsche», sagte Nagelsmann. RB droht eine Gruppe mit dem FC Liverpool, dem FC Barcelona und Olympique Marseille.

Unmittelbar plagen Nagelsmann jedoch nach wie vor Sorgen in der Offensive. Kapitän Marcel Sabitzer (Muskelfaserriss) fällt weiterhin aus, dazu konnte Hee-chan Hwang wegen einer Prellung im Hüftbereich nicht trainieren. Auch Yussuf Poulsen ist fraglich. «Bei Yussi machen wir am Freitag einen Belastungstest und entscheiden dann, ob er spielt. Er hat eine kleine Zerrung im Oberschenkel», sagte der 33-Jährige.

Erschwerend kommt hinzu, dass der für 20 Millionen Euro geholte Norweger Alexander Sörloth noch keine Option ist. «Er hat in dieser Woche einen viel besseren Eindruck gemacht. Aber es ist zu früh für die erste Elf», betonte Nagelsmann. Sörloth war am vergangenen Spieltag in Leverkusen bereits früh für Poulsen eingewechselt worden und hatte sich extrem schwer getan. Bange ist Nagelsmann deshalb nicht: «Er ist charakterlich ein Spieler, der sehr gerne und sehr schnell lernt.»

Dennoch sondiert Leipzig den Transfermarkt. Und ist kurz vor Ende der Wechselperiode am 5. Oktober offenbar bei Atletico Madrid fündig geworden. Nagelsmann äußerte sich jedenfalls sehr positiv über den in Spanien häufig nur auf der Bank sitzenden Thomas Lemar. «Er ist ein guter Spieler mit viel Potenzial. Aber noch ist es etwas, das aus der Gerüchteküche kommt. Wir können in keine Richtung etwas vermelden», sagte der Trainer.

Der französische Nationalspieler Lemar war im Sommer 2018 für 70 Millionen Euro von der AS Monaco nach Madrid gewechselt, hatte sich dort aber bislang nicht durchsetzen können und soll von RB ausgeliehen werden. Medienberichten zufolge hat auch der FC Bayern München Interesse an dem 24-Jährigen.

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