Schulen
NRW-Umfrage: Digitalisierung laut Schulleiter «ausreichend»

Köln (dpa/lnw) - Bei der Digitalisierung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen besteht nach einer Umfrage des Westdeutschen Rundfunks (WDR) noch erheblicher Verbesserungsbedarf. Insgesamt bewerteten die Schulleiterinnen und Schulleiter die durch die Corona-Krise noch einmal deutlich wichtiger gewordene digitale Ausstattung ihrer Schulen lediglich mit der Schulnote 3,8, fasste der WDR das Ergebnis einer aktuellen Umfrage zusammen. Das entspreche einem «ausreichend». Besonders schlecht bewerteten die Lehrkräfte die Lage an den Grund- und Hauptschulen.

Dienstag, 06.10.2020, 10:28 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 10:42 Uhr
Ein Schüler tippt auf einem Tablet.
Ein Schüler tippt auf einem Tablet. Foto: Rolf Vennenbernd

Um die Digitalisierung ihrer Schule voranzubringen, wünschen sich die befragten Schulleiter vor allem deutlich mehr Endgeräte für die Schüler und Lehrer, eine bessere Infrastruktur, mehr Weiterbildungsangebote sowie generell mehr Unterstützung durch die Politik. Beklagt wurde unter anderem, dass die Lehrer die verwendeten Computer oft in ihrer Freizeit warten müssten.

Doch gab es deutliche regionale Unterschiede in der Bewertung der Situation. So erhielten die Kreise Coesfeld (2,6) und Herford (2,8) in der Bewertung nach Schulnoten ein «befriedigend», die Kreise Bochum (5,0) und Mülheim an der Ruhr (5,2) dagegen nur die Note «mangelhaft».

Zum Unterricht während der Pandemie wurden im Auftrag des WDR auch Schülerinnen und Schüler befragt. Sie kritisieren unter anderem die mangelnde Nachbereitung der gestellten Aufgaben beim Online-Unterricht.

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