Umwelt
NRW schneidet beim Einsatz von Recyclingpapier gut ab

Berlin (dpa) - Nordrhein-Westfalen hat bei einem bundesweiten Wettbewerb zur Nutzung von Recyclingpapier gut abgeschnitten. Der Kreis Paderborn wurde als recyclingpapierfreundlichster Landkreis und die Fern-Universität in Hagen als recyclingpapierfreundlichste Hochschule 2020 ausgezeichnet. Die Universität zu Köln sicherte sich einen der Preise als Aufsteiger des Jahres. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zeichnete am Dienstag in Berlin Kommunen, Landkreise und Hochschulen aus, die in Sachen umweltfreundliches Papier besonders vorbildlich sind. Die Stadt Erlangen (Bayern) setzte sich als recyclingpapierfreundlichste Stadt 2020 durch.

Dienstag, 06.10.2020, 13:19 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 13:32 Uhr

Die Auszeichnungen stützen sich auf die Erhebung Papieratlas 2020 der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR). Daran beteiligten sich 180 Kommunen und Hochschulen. Gewertet wurde der Papierverbrauch und der Einsatz von Umweltpapier mit dem staatlichen Gütesiegel Blauer Engel.

Als Aufsteiger des Jahres wurden neben der Universität zu Köln auch die Stadt Cuxhaven (Niedersachsen) und der Ilm-Kreis (Thüringen) ausgezeichnet. Sonderauszeichnungen für langjähriges herausragendes Engagement erhielten die Städte Freiburg und Siegen (Nordrhein-Westfalen) sowie die Universität Tübingen (Baden-Württemberg).

Sowohl bei den Städten (91 Prozent) als auch bei den Landkreisen (85 Prozent seien neue Bestwerte der durchschnittlichen Recyclingpapierquote erreicht worden, hieß es in einer Mitteilung der Initiative. Die am Wettbewerb teilnehmenden Hochschulen nutzen erstmals über 75 Prozent Blauer-Engel-Papier. «Die beeindruckende Beteiligung in diesem Jahr zeigt einmal mehr, dass die Umstellung auf Recyclingpapier in immer mehr Kommunen und Hochschulen zur Visitenkarte für nachhaltiges Handeln geworden ist», sagte ein Sprecher der IPR.

Der Papieratlas wurde 2008 ins Leben gerufen und mit einem Wettbewerb verknüpft, um die Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel in den Städten voranzubringen. Seit 2016 können sich Hochschulen und seit 2018 auch Landkreise an eigenen Wettbewerben beteiligen.

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