Stahl
IG Metall: Staatseinstieg beim Stahlhersteller Thyssenkrupp

Essen (dpa) - Die IG Metall fordert dringend den Einstieg des Staates beim größten deutschen Stahlhersteller Thyssenkrupp. Die Stahlsparte des Konzerns könne ihr Überleben in der Corona-Krise nicht allein sichern, sagte IG Metall-Vorstandsmitglied, Jürgen Kerner, am Dienstag in Essen. «Der Staat muss einsteigen», forderte Kerner. Und zwar jetzt und «nicht irgendwann». Kerner ist auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Thyssenkrupp-Konzerns.

Dienstag, 06.10.2020, 13:30 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 13:42 Uhr
Jürgen Kerner, IG Metall Vorstand, gibt im Wirtschaftsministerium in Berlin eine Pressekonferenz.
Jürgen Kerner, IG Metall Vorstand, gibt im Wirtschaftsministerium in Berlin eine Pressekonferenz. Foto: Bernd von Jutrczenka

Eine Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen an der Stahlsparte des kriselnden Revierkonzerns «liegt auf der Hand», sagte Kerner und verwies auf die Beteiligung des Landes Niedersachsen am zweiten großen deutschen Stahlhersteller Salzgitter. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte zuvor gesagt, staatliche Beteiligungen an Thyssenkrupp stünden «derzeit nicht auf der Tagesordnung».

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