Streiks
Warnstreiks treffen Essen und Wuppertal

Essen/Wuppertal (dpa/lnw) - Mehr als 2500 Beschäftigte in Krankenhäusern, Kitas, Verwaltungen und Entsorgungsbetrieben in Essen und Wuppertal haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Montag mit Arbeitsniederlegungen die Verdi-Tarifforderungen unterstützt. In Essen streikten nach Angaben der Gewerkschaft knapp 2000 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes, darunter Mitarbeiter dreier Krankenhäuser. In Wuppertal legten 800 Beschäftige die Arbeit nieder. In beiden Städten seien vereinzelt auch Kitas geschlossen geblieben. Verdi habe hier aber bewusst keinen Schwerpunkt der Streikaktionen gesetzt.

Montag, 12.10.2020, 13:31 Uhr aktualisiert: 12.10.2020, 13:42 Uhr

Am Dienstag sollen die Arbeitskampfmaßnahmen im Öffentlichen Dienst weitergehen. Auf dem Programm steht ein bundesweiter «Aktionstag Jugend». In Dortmund, Bochum und Köln sollen Streikversammlungen mit Auszubildenden, Praktikanten und Dual-Studierenden stattfinden. Verdi fordert für sie in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich sowie eine tarifvertragliche Regelung der Übernahme von Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.

«Die Arbeitgeber beschweren sich über den Fachkräftemangel. In dieser Tarifrunde können sie ein Signal setzen und in gute Ausbildungsqualität und attraktive Rahmenbedingungen für junge Menschen investieren», sagte die Verdi-Landesbezirksleiterin NRW Gabriele Schmidt.

Verdi fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent oder um einen Mindestbetrag von 150 Euro.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7628491?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Nachrichten-Ticker