Kunst
Von der Heydt-Museum erwirbt Arbeiten von Jankel Adler

Wuppertal (dpa) - Das Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal hat eine umfangreiche Werksammlung des polnisch-jüdischen Malers Jankel Adler (1895-1949) gekauft. Die 548 Grafiken und vier Gemälde seien mit Hilfe der Von-der-Heydt-Stiftung, des NRW-Kulturministeriums, der Kulturstiftung der Länder sowie mit einer Spende erworben worden, teilte das Museum am Dienstag mit. Das Konvolut stamme überwiegend aus dem Nachlass des Künstlers und vertrete sein Schaffen von den 1920er Jahren, seiner Zeit in Paris, bis später im Exil in England.

Dienstag, 13.10.2020, 15:57 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 16:12 Uhr
Fahnen wehen am Von der Heydt-Museum in Wuppertal.
Fahnen wehen am Von der Heydt-Museum in Wuppertal. Foto: Oliver Berg

Das Wuppertaler Museum verfügt bereits über mehrere Arbeiten vor allem aus den 20er Jahren. Darunter ist ein großformatiges Porträt der Dichterin Else Lasker-Schüler . Die Erwerbung soll einen neuen Schwerpunkt der Sammlung schaffen. 2022 sollen die Arbeiten gezeigt werden.

Jankel Adler war in den 20er Jahren in der rheinischen Kunstszene unterwegs und hatte Kontakte zu Künstlergruppen wie dem «Jungen Rheinland». Viele seiner Werke wurden von den Nazis als sogenannte «entartete Kunst» beschlagnahmt und zerstört.

«Das Werk Jankel Adlers ist eine wichtige Position für Nordrhein-Westfalen, deren Erforschung neue Erkenntnisse zum Oeuvre selbst sowie zu den Netzwerken der Künstlervereinigungen «Junges Rheinland» und der «Kölner Progressiven» erwarten lässt», erklärte Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos).

Das Von-der-Heydt-Museum hatte zuletzt 2018 Adlers Bilder zusammen mit denen von Künstlerfreunden und Vorbildern wie Otto Dix, Paul Klee und Pablo Picasso gezeigt.

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