Kriminalität
Wegen Corona? Fahnder finden ungewöhnlich viele Drogen

Essen (dpa/lnw) - Zollfahnder aus Nordrhein-Westfalen haben am Wochenende zusammen ungewöhnlich viele Drogen beschlagnahmt. Bei mehreren, nicht zusammenhängenden Schmuggelversuchen stellten die Beamten laut einer Mitteilung von Montag insgesamt 137 Kilogramm Drogen mit einem Straßenverkaufswert von 2,2 Millionen Euro sicher. «Unsere Ermittlungszahlen zeigen, dass die Schmuggelversuche im großen Stil wieder ansteigen», sagt der stellvertretende Leiter des Zollfahndungsamtes Essen, Stefan Muhr. Er vermutet, dass die Kriminellen «möglicherweise versuchen, ihre Drogenlager vor einem von ihnen befürchteten Lockdown aufzufüllen.»

Montag, 19.10.2020, 17:19 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 17:32 Uhr
Der Schriftzug «Polizei» an einem Polizeirevier.
Der Schriftzug «Polizei» an einem Polizeirevier. Foto: Boris Roessler

So stellte der Zoll im Grenzgebiet zu den Niederlanden von Freitag bis Sonntag 124 Kilogramm Rauschgift sicher. Darunter Kokain, Heroin und Haschisch. Darin enthalten ist ein Fund der Fahnder in Duisburg und der Bundespolizei in Kleve: 29 Kilogramm Ecstasy und 23 Kilogramm Marihuana. Am Flughafen Köln-Bonn wurden im gleichen Zeitraum 13 Kilo Drogen, darunter 2 Kilogramm Heroin und Marihuana entdeckt.

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